Ursachenforschung

Dänemark arbeitet tödliches Zugunglück auf

Der Sturm über Skandinavien hat zwar abgenommen, mehrere Fragen nach dem schwerwiegendsten Unglück auf dänischen Gleisen seit 1988 stehen aber weiter im Raum. Manchen Autofahrern kommt das Fotografieren des Unglücksortes teuer zu stehen.

03.01.2019, 07:32 Uhr
Offenbar hat ein Güterzug mit Leergut den fatalen Unfall auf der Storbæltbrücke ausgelöst.
Foto: imago/Ritzau Scanpix

Nach dem schlimmsten Zugunglück in Dänemark seit mehr als drei Jahrzehnten sind die zuständigen Ermittler am Donnerstag weiter mit der Aufarbeitung des Vorfalls beschäftigt.

Sowohl der auf der Storbæltbrücke verunglückte Passagierzug als auch der am Unfall beteiligte Güterzug sollten für weitere Untersuchungen in einen abgesperrten Bereich bei Nyborg am westlichen Ende der Brücke gebracht werden, wie die Polizei der Region Fünen (Fyn) am Mittwochabend mitteilte. Gleichzeitig wurde an der Identifizierung der Toten gearbeitet.

Frühestens am Donnerstag wollte die Polizei nähere Auskünfte zu den Opfern geben. Am Morgen will sie in Odense über den Ermittlungsstand informieren.

Am Mittwochmorgen war ein Zug mit 131 Fahrgästen und drei Besatzungsmitgliedern an Bord auf der Storebæltbrücke verunglückt. Bisher wird davon ausgegangen, dass ein leerer Lastwagenanhänger von dem entgegenkommenden Güterzug herunterfiel und das folgenschwere Unglück somit auslöste. Näheres zur Ursache ist aber bislang unklar.

Sechs Menschen starben, 16 wurden verletzt. Es handelte sich um das opferreichste Zugunglück in Dänemark seit mehr als 30 Jahren. Eine Aufarbeitung der Unglücksursache dürfte noch Wochen, möglicherweise auch Monate dauern.

Zum Unglückszeitpunkt hatte es in Teilen Skandinaviens heftig gestürmt. Die Brücke verbindet die dänischen Inseln Fünen und Seeland (Sjælland) und ist damit einer der wichtigsten Verkehrswege Dänemarks. Auf Seeland liegt auch die dänische Hauptstadt Kopenhagen.

40 Autofahrer müssen derweil Bußgelder zahlen, weil sie mit ihren Mobiltelefonen Bilder vom Unglücksort auf der Brücke über den Großen Belt gemacht haben. „Das geht absolut nicht in Ordnung. Zeigen Sie jetzt Respekt für die Betroffenen – und halten Sie im Übrigen die Straßenverkehrsordnung ein!!!“, schrieb die Polizei von Fünen auf Twitter. (dpa)

Dänemark
(0)

Opferzahl aus Zugunglück steigt

Bei dem Zugunglück auf der Brücke über den Großen Belt (Storebælt) in Dänemark sind zwei Menschen mehr ums Leben gekommen als ursprünglich gedacht. mehr

 

Brückenunfall

Schwerer Sturm in Skandinavien (Update)
(0)

Sechs Menschen sterben bei Zugunglück in Dänemark

Heftiger Wind führt in weiten Teilen Skandinaviens zu Stromausfällen und Verkehrsbehinderungen. Auch der Fährverkehr wird durch den Sturm beeinträchtigt. mehr

 
0

Zuletzt kommentiert

  1. 1. Geschäftsführer-Wechsel
    (0)
    Markus Daldrup steigt bei Trendtours ein Letzter Kommentar: 17.01.2019 von Rainer Jansen
  2. 2. Bahn-Krise
    (0)
    DB-Chefs zum Rapport beim Verkehrsminister einbestellt Letzter Kommentar: 17.01.2019 von Dietmar Rauter
  3. 3. Neuregelung
    (0)
    Lufthansa setzt ADM-Gebühren hoch Letzter Kommentar: 17.01.2019 von Alexander Kuchta
  4. 4. fvw Destination Germany Day
    (0)
    Norderney bindet Insulaner bei Tourismus ein Letzter Kommentar: 16.01.2019 von Michael Schroeder
  5. 5. An junge EU-Bürger
    (0)
    EU verschenkt 14.500 Tickets für Europa-Reisen Letzter Kommentar: 16.01.2019 von Dietmar Rauter
 

Das Archiv der dfv Mediengruppe bietet Ihnen bequemen Zugriff auf alle Ausgaben des fvw Magazins seit 1996. im Print-Archiv suchen

 
Folgen Sie uns:
Top
© 2019 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Über uns FAQ Impressum AGB Datenschutz Kontakt Mediadaten