Thailand

Tropensturm „Pabuk“ richtet weniger Schäden an als befürchtet

Die Angst vor dem Tropensturm „Pabuk“ war groß. Doch letztlich ging es einigermaßen glimpflich aus. Thailands Urlauberorte blieben weitgehend verschont. Manche Touristen kommen aber später nach Hause.

07.01.2019, 07:50 Uhr
Das große Aufräumen nach dem Torpensturm „Pabuk“ hat begonnen.
Foto: imago/Xinhua

Der Tropensturm „Pabuk“ hat in Thailand viel weniger Schaden angerichtet als befürchtet. Der Sturm zog am Wochenende mit Böen bis zu 75 Stundenkilometern über beliebte Ferienziele wie Phuket oder Koh Samui hinweg. Dort halten sich derzeit auch viele deutsche Touristen auf, um dem europäischen Winter zu entkommen. Nach offiziellen Angaben wurden vier Einheimische getötet. Die befürchtete Katastrophe blieb jedoch aus.

Die Behörden hoben ihre Sturmwarnung am Samstag auf. Damit war „Pabuk“ offiziell kein Sturm mehr, sondern nur noch ein tropisches Tiefdruckgebiet. Nach einer vorläufigen Bilanz wurden insgesamt 60 Häuser schwer beschädigt oder ganz zerstört – allerdings nicht in den klassischen Touristenorten, sondern tiefer im Süden des Landes.

Die Behörden hatten anfangs befürchtet, dass „Pabuk“ ähnlich zerstörerisch werden könnte wie 1962 der Tropensturm „Harriet“. Damals kamen in Thailand fast tausend Menschen ums Leben. Sofort nach dem Ende des Sturms begannen nun die Aufräumarbeiten. Der Flug- und Fährbetrieb lief am Sonntag wieder einigermaßen normal. Allerdings werden manche Urlauber wegen der Ausfälle erst mit großer Verspätung nach Hause kommen.

Wenig Schäden auf Urlaubsinseln

Besonders auf Koh Samui hatten viele mit viel Schlimmerem gerechnet. Dort hielten sich die Schäden jedoch sehr in Grenzen. Die Deutsche Bärbel Schäfer (55), die seit mehreren Jahren auf der Insel lebt, sagte der dpa: „Es war etwas stürmisch, aber nicht mehr als normal. Nicht einmal ein Stück Dach ist weg.“ Aus Phuket – einer anderen beliebten Gegend für Touristen – stellten Urlauber gleich nach dem Ende des Sturms schon wieder Fotos mit blauem Himmel ins Internet.

Vor allem im Süden standen jedoch noch viele Straßen unter Wasser. Der Sturm entwurzelte auch Bäume und riss Häusern das Dach weg. Insgesamt mussten annähernd 35.000 Menschen vorübergehend in Notunterkünfte umziehen.

„Pabuk“ – jetzt nur noch ein Tief – bewegte sich dann weiter in westlicher Richtung zum Indischen Ozean, zunächst in die Andamanensee und schließlich in den Golf von Bengalen. Meteorologen erwarten, dass sich „Pabuk“ auf offener See wieder etwas verstärkt. Insgesamt halten sich nach Schätzungen derzeit etwa 30.000 deutsche Urlauber in Thailand auf. Der Tourismus gehört für das Land zu den wichtigsten Einnahmequellen. (dpa)

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