Sulawesi-Naturkatastrophe

Opferzahl in Indonesien steigt erheblich

Die Zahl der Todesopfer in Indonesien liegt bei mindestens 1407, dürfte aber noch deutlich steigen. Weil Erdbeben und Tsunami die Infrastruktur auf der Insel Sulawesi zerstört haben, konnten Helfer noch längst nicht alle Opfer erreichen.

von dpa, 04.10.2018, 07:27 Uhr

Nach den Erdbeben und dem Tsunami in Indonesien sind die ersten Hilfsgüter aus dem Ausland in der Stadt Palu angekommen. Vielen Menschen auf der Insel Sulawesi fehlte es weiterhin am Nötigsten, doch manche Bewohner bemühten sich um ein Stück Normalität. Das ganze Ausmaß der Katastrophe mit mehr als 1400 Toten ist auch am Donnerstag, nach sechs Tagen, noch nicht abzusehen.

Er habe Reis, Öl, Zucker und Eier aus der Stadt Makassar bestellt und wolle sein Geschäft wieder öffnen, sagte Mastur, der Inhaber eines Ladens im Markt des Ortes Kabenga Besar. Mehrfach waren Geschäfte auf Sulawesi geplündert worden.

Der Sprecher des nationalen Katastrophenschutzes, Sutopo Nugroho, hatte die Zahl der Toten am Mittwoch auf mindestens 1407 beziffert. Mehr als 2500 Menschen waren schwer verletzt und mindestens 113 wurden offiziell vermisst. Die tatsächliche Zahl der Todesopfer liegt wohl noch deutlich höher. Längst waren nicht alle aus Schlamm und Trümmern geborgen.

Dem Katastrophenschutz zufolge verloren mehr als 70.000 Menschen entlang von Sulawesis Westküste ihre Unterkunft. Die Vereinten Nationen schätzten, dass fast 200.000 Menschen auf Hilfe angewiesen sind. Aus aller Welt gibt es Zusagen. Die EU-Kommission aktivierte den europäischen Katastrophenschutz, um die Hilfe zu koordinieren. Die Bundesregierung gibt 1,5 Mio. Euro Hilfsgelder frei.

Besonders schlimm betroffen war die 350.000-Einwohner-Stadt Palu, wo der Tsunami am Freitagabend in drei Wellen mit bis zu sechs Metern Höhe auf die Küste getroffen war. In zwei Stadtteilen verwandelte sich der Boden bei der Katastrophe in einen weichen Brei – ein Phänomen, das als Bodenverflüssigung bekannt ist.

Immer noch gibt es kleinere Nachbeben. Zudem brach im Nordosten der geplagten Insel noch ein Vulkan aus. Der knapp 1800 Meter hohe Soputan schleuderte Asche bis zu vier Kilometer in die Höhe. Offenbar ging es jedoch glimpflich ab. Der Inselstaat Indonesien hat so viele aktive Vulkane wie kein anderes Land der Welt. (dpa)

Sulawesi
(0)

Deutsche Touristen sind nicht von Tsunami betroffen

Die Tsunami-Region in Indonesien ist kein Ziel für deutsche Touristen, teilt das Fremdenverkehrsamt Visit Indonesia mit. Veranstalter Studiosus hat Gäste auf der Insel Sulawesi – gibt aber Entwarnung. mehr

 

Insel Sulawesi
(0)

Hunderte Tote nach Tsunami in Indonesien

In Indonesien werden nach der Tsunami-Katastrophe immer noch Überlebende geborgen. Aber es fehlt an vielem. Zu den vielen Hundert Todesopfern könnten noch etliche hinzukommen. Noch weiß niemand, wie schlimm das ganze Ausmaß wirklich ist. mehr

 
0

Deutschlandtourismus

Overtourism zwingt zum Umdenken

fvw und CMT setzen dieses erfolgreiche Event bereits zum vierten Mal um. Das Leitthema in 2019: NEUE ROLLEN, NEUE MÄRKTE. Als Keynote-Speaker geht Burkhard Kieker (Visit Berlin) mit seinem Vortrag auf stadtverträglichen und nachhaltigen Tourismus ein. Welche Chancen haben die DMOs und welchen Herausforderungen müssen sie sich zukünftig stellen?

 

Zuletzt kommentiert

  1. 1. Innenausbau-Probleme
    (0)
    Aida muss Jungfernreise der Nova absagen Letzter Kommentar: 16.11.2018 von Frank Dost
  2. 2. Kabinenbeschäftigte (Update)
    (0)
    Verdi bereitet Streiks bei Eurowings vor Letzter Kommentar: 16.11.2018 von Dietmar Rauter
  3. 3. Aerticket-Chef Klee kritisiert Vertrieb
    (0)
    Reisebüros verschlafen gute Zusatzgeschäfte Letzter Kommentar: 16.11.2018 von Dietmar Rauter
  4. 4. Forderungen an Aida
    (0)
    Best-Reisen setzt sich für Austausch bei Kundendaten ein Letzter Kommentar: 16.11.2018 von Andreas Schulte
  5. 5. Provisionsdebatte
    (0)
    Reisering will Ameropa aus Sortiment streichen Letzter Kommentar: 14.11.2018 von Christoph Peters
 

Das Archiv der dfv Mediengruppe bietet Ihnen bequemen Zugriff auf alle Ausgaben des fvw Magazins seit 1996. im Print-Archiv suchen

 
Folgen Sie uns:
Top
© 2018 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Über uns FAQ Impressum AGB Datenschutz Kontakt Mediadaten