Schneechaos

Reisende sitzen im Alpenraum fest

Wintersportler dürfte es mancherorts freuen, Reisende waren wohl zunehmend genervt: Schneemassen im Alpenraum blockieren den Straßen-, Bahn- und Flugverkehr. Für abreisende Urlauber ist in einigen österreichischen Skigebieten kaum ein Durchkommen.

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07.01.2019, 07:45 Uhr
Der massive Schneefall setzte dem Verkehr im Alpenraum schwer zu.
Foto: imago/Action Pictures

Bei heftigem Schneefall sind viele Urlauber auf dem Rückweg aus den Weihnachtsferien in Österreich stecken geblieben. Tausende Touristen waren zeitweise in den großen österreichischen Skigebieten Obertauern und Saalbach-Hinterglemm eingeschlossen. Die Zufahrtsstraßen wurden gesperrt, weil das Risiko von Lawinen-Abgängen zu hoch war. Für eine Lawinen-Sprengung wurde außerdem die für den Reiseverkehr wichtige Tauernautobahn gesperrt.

Im gesamten deutschen Alpenraum galt am Sonntag die zweithöchste Lawinen-Warnstufe. Schnee verschüttete am Samstag in den Chiemgauer Alpen eine junge Tourenskifahrerin, die dabei ums Leben kam. Der Deutsche Wetterdienst gab wegen der Schneemassen Unwetterwarnungen heraus. Straßen-, Bahn- und Flugverkehr wurden erheblich behindert.

Während sich die Situation am Flughafen München entspannte, meldete die Deutsche Bahn etliche Streckensperrungen. Auf den Straßen kam es zu vielen Unfällen – nicht nur in und an den Alpen in Bayern und Österreich, sondern etwa auch im Schwarzwald.

Große Verspätungen am Airport München

Am Münchner Flughafen waren Räumdienste am Dreikönigswochenende fast ununterbrochen damit beschäftigt, die Start- und Landebahnen von den Schneemassen zu befreien. Für Sonntag wurden nur noch 15 Annullierungen erwartet, wohingegen tags zuvor noch 130 Flüge ausfielen. Hunderte Flugzeuge hatten zum Teil erheblich Verspätung.

Bahnreisende brauchten besonders in Bayern viel Geduld: Der starke Schneefall behinderte den Zugverkehr vor allem südlich und westlich von München. Etliche Verbindungen im Allgäu und zum Beispiel Richtung Garmisch-Partenkirchen waren bis auf Weiteres gesperrt. „Wir sind seit der Nacht mit allen verfügbaren Kräften vor Ort, um die Strecken so schnell wie möglich wieder befahrbar zu machen“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Sonntagmorgen. Wegen der schweren Schneelast fielen Bäume in Gleise und auf Oberleitungen.

Glück im Unglück hatten rund 300 Reisende, deren Nachtzug nach Zürich in der Nähe von Kitzbühel in Österreich mit einem umgestürzten Baum kollidierte. Nach vier Stunden auf offener Strecke wurden die Waggons in einen Bahnhof geschleppt, wo die unverletzten Passagiere mit warmen Getränken versorgt wurden.

 
 
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