Neue US-Sanktionen

Iran setzt auf Tourismus als Einnahmequelle

Der Tourismus soll dem Iran angesichts neuer US-Sanktionen aus der Wirtschaftskrise helfen. Ein großes Problem ist aber weiterhin ungelöst.

von dpa, 13.08.2018, 11:02 Uhr
Der Iran lockt Touristen mit historischen Städten und Natur.
Foto: Iran Cultural Heritage & Tourism Organization

Angesichts der neuen US-Sanktionen und der Wirtschaftskrise setzt der Iran verstärkt auf Tourismus. „Besonders jetzt können wir mit der Förderung unseres Tourismuspotenzials eine alternative Einnahmequelle für Devisen schaffen“, sagte Vizepräsident und Tourismus-Chef Ali-Asghar Munessan in Teheran.

Im vergangenen Jahr kamen mehr als fünf Mio. ausländische Besucher in den Iran. Dieses Jahr sollen es weitaus mehr werden, besonders aus den EU-Ländern.

Nach Aussage von Munessan können Touristen ihr Geld demnächst in Wechselstuben umtauschen und nicht nur in Banken. Da der Eurokurs dort deutlich höher ist, würden Reisekosten dementsprechend geringer ausfallen. Wegen der Wirtschaftskrise ist der Wert der nationalen Währung Rial stark gesunken.

Ein großes Problem bleibt aber weiterhin ungelöst: Der Zwang für Frauen, der obligatorischen islamischen Kleiderordnung mit Kopftuch und langem Mantel zu folgen, schreckt bisher viele Touristinnen, besonders aus der EU, von einer Iran-Reise ab. „Andere Länder, andere Vorschriften – die müssen halt respektiert werden“, sagte Munessian.

Aber genau diese Vorschriften bringen nach Meinung von Tourismusexperten auch weniger Einnahmen. Daher wird überlegt, die Vorschriften für ausländische Touristen zumindest zu lockern. Demnach sollten islamische Vorschriften für Muslime gelten und nicht Ausländer. Außerdem gebe es solche Vorschriften in den meisten anderen islamischen Ländern nicht. (dpa)

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