Dengue-Fieber

Auf Sri Lanka gut vor Mückenstichen schützen

Auf Sri Lanka gibt es aktuell besonders viele Fälle von Dengue-Fieber. Auch Reisende sind gefährdet, denn die Krankheit wird von Stechmücken übertragen. Während die erste Infektion nicht viel schlimmer als eine Grippe verläuft, kann die zweite tödlich sein.

18.12.2018, 07:30 Uhr
Die tagaktive Tigermücke macht Sri Lanka zum akuten Dengue-Fieber-Gebiet.
Foto: Thinkstock

Reisende auf Sri Lanka sollten sich gut vor Mückenstichen und damit vor Dengue-Fieber schützen. Die unter Umständen tödlich verlaufende Krankheit wird von überwiegend tagaktiven Tigermücken übertragen – auf der ganzen Insel und auch außerhalb der Hauptübertragungszeit im Juli und August. Darauf weist das Centrum für Reisemedizin (CRM) hin.

Die Mediziner empfehlen Mückenschutzmittel mit dem Wirkstoff Diethyltoluamid (DEET) in einer Konzentration von mindestens 30 Prozent. Helle und lange Kleidung schreckt die Mücken auch ab. Dünnes Gewebe sollte aber zusätzlich mit einem Insektenschutz für Textilien besprüht werden.

Seit Jahresbeginn 2018 wurden dem CRM zufolge 45.700 Fälle von Dengue-Infektionen gemeldet, mindestens 45 Menschen seien daran gestorben. Immerhin sinken die Zahlen auf der Insel: 2017 waren es insgesamt 185.195 Erkrankungen und mindestens 395 Todesopfer. Die Behörden haben sich seither um eine stärkere Mückenbekämpfung bemüht.

Das Dengue-Fieber kann tödlich sein, wenn auch nicht bei der Erstinfektion. Dann löst es nur eine grippeähnliche Erkrankung aus, die sich zwei bis zehn Tage nach einem Mückenstich zeigt. Typische Symptome sind hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen sowie ein Druckschmerz hinter dem Auge und eine flüchtige Hautrötung. Die Schmerzen und das Fieber klingen bald ab, Betroffene können sich aber über mehrere Wochen abgeschlagen fühlen.

Besonders schwere Erkrankungen zeigen sich nach einer zweiten oder dritten Infektion. Dann sind innere Blutungen und Schocksymptome möglich. Allerdings sind laut CRM Reisende davon nur sehr selten betroffen. Trotzdem wird geraten, sich an einen Arzt zu wenden, wenn man während oder nach einer Reise in Südostasien grippeähnliche Symptome feststellt. (dpa)

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