Wettbewerbszentrale mahnt Opodo ab

12.07.2004, 00:00 Uhr

„Urlaub buchen, wenn das Reisebüro schläft“ oder „Urlaub buchen, wenn das Reisebüro Wochenende feiert“: Auf großformatigen Plakaten attackiert Opodo derzeit den stationären Reisevertrieb. Nun hat der Internet-Anbieter dafür eine Abmahnung von der Zentrale zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs bekommen. „Diese Werbemaßnahmen sind mit dem Gebot eines sachlichen Werbevergleichs nicht zu vereinbaren und daher unzulässig“, begründet Hans-Frieder Schönheit, Vize-Hauptgeschäftsführer der Bad Homburger Institution, sein Vorgehen. „Es stellt eine Herabsetzung dar, wenn Reisebüros in pauschaler Weise unterstellt wird, zu bestimmen Tages- oder Wochenzeiten nicht erreichbar zu sein.“ Auch Opodo müsse bekannt sein, dass viele traditionelle Büros sowohl über Telefon als auch über das Internet außerhalb der Ladenöffnungszeiten Reisebuchungen entgegennähmen. Die Abmahnung geht auf eine Initiative des Deutschen Reisebüro und Reiseveranstalter Verbands (DRV) zurück, die dieser auf seiner Mittelstandstagung in Kassel angekündigt hatte. Von sich aus wird die Wettbewerbszentrale nicht aktiv.

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