Thomas Cook bringt Liquidität ins Reisebüro

28.07.2004, 00:00 Uhr

Schluss mit Provisionsvorauszahlungen: Thomas Cook vergütet die Reisebuchung künftig bei der Buchung. Ab 1. Januar 2005 rechnet der Touristikkonzern die Provisionen nicht mehr erst dann ab, wenn der Urlauber seine Ferien angetreten hat – direkt nach der Buchung fließt Geld in die Kassen der Cook-Agenturen. Mit dem neuen Abrechnungsverfahren – das von der Rewe bereits praktiziert wird – kommen die Oberurseler den Forderungen von Reisebüros und Verbänden nach, die seit langem eine HGB-konforme Vergütungsregelung gefordert haben. Das Provisionsmodell und die Staffel bleiben unverändert. Erst im vergangenen Jahr hat Thomas Cook das Provisionsmodell überarbeitet und vereinfacht. Der Veranstalter unterscheidet zwischen Grund- und Staffelprovision. Die Grundprovision richtet sich nach dem Gesamtumsatz des Vorjahres. Sie beträgt für alle Agenturen, die mindestens 135.000 Euro mit Reisen der Veranstalter-Marken Neckermann, Thomas Cook Reisen, Aldiana und Bucher verkaufen, zehn Prozent. Ab 590.000 Euro Umsatz gibt es elf Prozent, ab 1,19 Mill. Euro zahlt Cook 12,0 Prozent. Zum Ende des Touristikjahres weiß das Reisebüro, wie hoch seine Gesamtprovision ausfällt. Dann steht die Staffelprovision fest. Sie wächst umso stärker, je höher der Gesamtumsatz ist und je mehr das Büro seinen Cook-Umsatz gegenüber dem Vorjahr gesteigert hat. Die Provision kann maximal 12,5 Prozent auf den Gesamtumsatz betragen. Für die Fluggesellschaft Condor gilt nach wie vor ein eigenes Provisionsmodell. Der Mindestumsatz beträgt 10.000 Euro. Die Fluggesellschaft hat die Grundprovision für das kommende Touristikjahr von zehn Prozent auf neun Prozent gesenkt. Gleichzeitig ist es im oberen Umsatzbereich leichter, in eine höhere Staffel zu kommen. Condor zahlt zehn Prozent Provision bei Umsätzen zwischen mehr als 25.000 Euro bis zu 50.000 Euro. Wer Flugscheine für über 100.000 bis 150.000 Euro verkauft, erhält elf Prozent. Bei Umsätzen über 200.000 Euro gibt es zwölf Prozent. Verkaufen Mittler Condor-Flüge auf Lufthansa-Flugscheinen, gilt die Lufthansa-Provision, die ab 1. September die Nullprovision einführt. Die Nullprovision gilt jedoch nur, wenn die Flüge über Amadeus gebucht werden. Bei Buchungen über touristische CRS zahlt Condor die übliche Provision.

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