Provision

TUI nimmt Airtours auf

03.08.2004, 00:00 Uhr

Die TUI Deutschland geht mit einem vereinfachten Provisionssystem in das neue Geschäftsjahr. Deutliche Neuerung ist, dass Airtours in die Umsatzstaffel mit einfließt. Für das laufende Jahr hatte TUI die Umsatzstufen angepasst, wodurch sich einige Agenturen schlechter stellten. Im nächsten Jahr bleiben die Stufen gleich. Durch die Einbeziehung von Airtours dürften viele Agenturen schneller die nächste Klasse erreichen. Vertriebsdirektor Jörg Eichler will auch die Reisebüros, die bislang nur eine Airtours-Lizenz haben für die gesamte TUI gewinnen. Die Provisionstabellen für die 9600 Agenturen sind künftig einfacher zu lesen. Die Basis- und die bisherige Plusprovision wurden zusammengeführt und in einer Tabelle dargestellt, die Basis- und Staffelprovision vereint. Zusätzlich zur Basisprovision gewährt TUI ab einem Wachstum von drei Prozent eine Staffelprovision von 0,1 bis 0,3 Prozent auf den Gesamtumsatz. Obwohl der Veranstalter im nächsten Jahr für den Gesamtmarkt eine weitere Erholung der Reisenachfrage erwartet, wurde die Provisionsregelung für Agenturen, die den Vorjahresumsatz verfehlen, nachgebessert. Bei Wachstum des gesamten TUI-Veranstalter-Umsatzes aller Vertriebsstellen erhalten Agenturen, die ihr TUI-Umsatzergebnis knapp verfehlen (bis 97 Prozent des Vorjahreswerts) keinen Abzug der Basisprovision. Die Toleranzbreite für das laufende Jahr liegt noch bei 98 Prozent. Für den Fall, dass der TUI-Veranstalter-Umsatz aller Vertriebsstellen in Deutschland unter Vorjahr liegen sollte, gibt es unverändert keinen Abzug, wenn die Entwicklung gleich oder besser ist als die der TUI. Besonders gefördert werden die 3000 Horizonte-Partner. Deren Incentives werden künftig auch bei negativer Umsatzentwicklung gewährt, vorausgesetzt, die Entwicklung der Agentur ist besser als die der TUI. Eine Änderung steht für die bislang im Januar gezahlten Vorauszahlungen ins Haus: Auf Anregung von DRV-Vorstand Magdalene Hieke und nach dem Vorbild von Rewe Touristik und nun auch Thomas Cook wird die TUI voraussichtlich ebenfalls auf eine Provisionszahlung im Folgemonat der Buchung umstellen. Sowohl für die TUI als auch für die Reisebüros sei die geplante neue Regelung, die noch juristisch geprüft wird, von ihren Auswirkungen auf Kosten und Liquidität mit der bisherigen vergleichbar, meint Eichler. Unverändert wird im neuen Provisionssystem der Fly-More-Umsatz voll vergütet. Vor dem Hintergrund der Nullprovision von Iata-Carriern und gesenkter Vergütungen von Ferienfliegern ist die Flug-Einzelbuchung über die TUI nach Ansicht von Eichler ein von den Agenturen noch viel zu wenig genutzter Weg, um weiter die volle Flugvergütung zu erhalten.

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