DRV kritisiert DB-Provisionskürzung

28.09.2004, 00:00 Uhr

Der Deutsche Reisebüro- und Reiseveranstalterverband (DRV) sieht den flächendeckenden Verkauf von DB-Fahrscheinen durch die Reisebüros gefährdet. Grund ist die heute von der Bahn verkündete neue Provisionsregel für DB-Agenturen. Durch die Senkung der Provisionen auf durchschnittlich 7,6 Prozent ab 1. Januar 2005 mache es die Bahn den Reisebüros "fast unmöglich, weiterhin ihre Fahrscheine zu verkaufen", sagte DRV-Vizepräsident Hans Doldi nach Bekanntgabe der neuen Regelung. Bislang betrug die Vergütung im Schnitt 10,3 Prozent. Der gesenkte Satz reiche nicht, um die Kosten im Verkauf zu decken, so Doldi. Zehn Prozent seien die absolute Schmerzgrenze, andernfalls legten die Reisebüros beim Fahrscheinverkauf drauf. Die Agenturen würden damit vor die Wahl gestellt, den Ticketverkauf ganz einzustellen oder ein Vermittlungsentgelt zu erheben. In beiden Fällen seien die Verbraucher die Verlierer, argumentiert Doldi.

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