DRV klagt gegen Lufthansa-Nullprovision

12.07.2004, 00:00 Uhr

Der Deutsche Reisebüro und Reiseveranstalter Verband (DRV) hat heute seine Klage gegen das Nullprovisionsmodell der Lufthansa eingereicht. Der Verband will vor dem Landgericht Köln klären lassen, ob der Carrier die Provisionen streichen darf, während gleichzeitig die Pflichten der Reisebüros als Iata-Agenturen bestehen bleiben. Dabei setzt der DRV an zwei Punkten an: Zum einen bezieht er sich auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. So listet die neue Agentur-Vereinbarung der Lufthansa nicht auf, welche Vorschriften der umfangreichen Iata-Resolutionen noch gelten und welche nicht. Hierin sieht der DRV einen Verstoß gegen das Transparenzgebot. Zum anderen bezieht sich der DRV auf das Handelsrecht. So widerspricht es nach Verbandsmeinung kaufmännischen Grundsätzen, wenn ein Vertragspartner vom anderen Leistungen verlangt, ohne dafür zahlen zu wollen. Genau dies tue die Lufthansa. Insofern sei das Vertragsangebot der Lufthansa sittenwidrig, so der DRV. Mit einem endgültigen Rechtsentscheid rechnet der DRV erst in einigen Jahren.

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