Austrian fliegt auf die Gewinnzone zu

06.08.2004, 00:00 Uhr

Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines profitiert von der kräftigen Erholung des Luftverkehrs, von ihrer Expansionsstrategie nach Zentral- und Osteuropa und hat sich sogar im preisgetriebenen Nachfragesegment gut positioniert. Resultat trotz hoher Kerosinkosten: Das Ergebnis (Ebit) ist im ersten Halbjahr um 4,4 Mill. Euro auf minus 18,9 Mill. Euro zurückgegangen. Vorstandschef Vagn Sörensen: „Die Sanierung unseres Konzerns und die notwendige Spezialisierung unserer Gruppe sind noch nicht abgeschlossen, aber wir sind mit Elan gut unterwegs.“ Austrian hat ihre Routen nach Zentral- und Osteuropa um 112 Flüge auf 471 Flüge wöchentlich aufgestockt. Ihre Strategie „Focus East“ besteht in der Spezialisierung innerhalb der Star Alliance. Außerdem profitiert die Fluggesellschaft von der guten Nachfrage ihrer neuen Fernost-Strecken nach Shanghai und Singapur. Die Oststrategie will Sörensen in nächster Zukunft noch untermauern, indem er Kooperationen, eventuell sogar Beteiligungen mit osteuropäischen Fluggesellschaften eingeht. Im ersten Halbjahr hat Austrian 15 Prozent mehr Tickets verkauft als im Vorjahreszeitraum. Außerdem hat sie die Kosten kräftig gesenkt. Nur so konnte sie die um 17,5 Prozent angestiegenen Treibstoffkosten und den Yield-Rückgang auf Mitteleuropa-Routen kompensieren. Austrian hat mit ihrem Low-Fare-Konzept „Redtickets“ den Wettbewerb gegen die Billigflieger aufgenommen, was aber den durchschnittlichen Erlös pro Ticket senkte. Obwohl die abgesetzte Leistung um 15 Prozent stieg, wuchs der Umsatz lediglich um 12,0 Prozent auf 982,4 Mill. Euro. Die Zahl der Passagiere kam mit einem Plus von 14,8 Prozent auf 4,4 Mill. Damit verbesserte Austrian ihre Auslastung um immerhin 5,3 Punkte auf 71,2 Prozent.

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