ASR

DB muss Vertriebspolitik revidieren

24.09.2004, 00:00 Uhr

Der Börsengang der Deutschen Bahn ist vorerst auf 2008 verschoben. „Die DB-Führung muss aber ihre gesamte Vertriebspolitik von der Preisgestaltung bis zur Kürzung der Reisebüro-Provision revidieren“, fordert Stephan Busch, Präsident des Bundesverbands Mittelständischer Reiseunternehmen ASR. Die Preise für Bahn-Fahrkarten werden weiter steigen, meint der Verbandschef. Denn zu den angekündigten Tariferhöhungen komme noch das Service-Entgelt der Reisebüros hinzu. Das werde notwendig, wenn zum Jahresbeginn die Provision entsprechend der DB-Planung gekürzt werde. „Dadurch werden die Preise etwa um zehn weitere Euro pro Ticket steigen“, prognostiziert Busch. Allerdings dürften viele Verbraucher dieses Entgelt nicht zahlen wollen. Busch sieht deshalb zahlreiche Bahn-Reisebüros vor dem Aus. Durch den Verlust der flächendeckenden Versorgung erwartet der ASR-Mann einen Rückgang bei den DB-Passagierzahlen. Damit bliebe Busch zufolge auch der vorerst auf 2008 verschobene Börsengang der Bahn eine Illusion.

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