Alitalia-Chef setzt Gewerkschaften ein Ultimatum

24.08.2004, 00:00 Uhr

Alitalia kann mit ihren Reserven nur noch 20 Tage lang überleben. Mit dieser Drohung setzt der Vorstandsvorsitzende Giancarlo Cimoli die Gewerkschaften unter massiven Druck. Sie dürften den Restrukturierungsplan nicht weiter blockieren. Andernfalls dürfe die Regierung in Rom einen Überbrückungskredit von 400 Mill. Euro nicht auszahlen. Die Zeit werde immer knapper, denn die Erlöse in den Monaten Juli und August lägen „17 Mill. Euro unter dem erwarteten Umsatz“. Nach Cimolis Angaben ist Alitalias Marktanteil im Inlandsverkehr von 47 auf 43 Prozent gefallen. Mehrere Billigflieger jagen ihr Passagiere ab. Der Restrukturierungsplan sieht vor, dass die Airline aus dem Konzern herausgelöst und mit schlanker Mitarbeiterausstattung als selbstständiges Unternehmen im Wettbewerb bestehen soll. Die anderen Konzernteile sollen teils verselbstständigt, teils verkauft werden. Damit ist sicher, dass die Mitarbeiterzahl kräftig verringert wird. Zuletzt war davon die Rede, 5000 Stellen abzubauen. Nach Cimolis öffentlicher Drohung stieg der Aktienkurs leicht an. Zumindest an den Börsen wird seine harte Haltung goutiert.

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