Air Canada verlässt Insolvenzschutz am 30. September

24.08.2004, 00:00 Uhr

Nach den beiden großen Gläubigern Deutsche Bank und General Electric hat nun auch das Konkursgericht in Ontario den Sanierungsplan von Air Canada akzeptiert. Damit ist der Weg frei für die Fluggesellschaft, am 30. September 2004 wieder ohne Insolvenzschutz zu arbeiten. Der Star-Alliance-Partner musste am 1. April 2003 Insolvenz anmelden und die Sanierung starten. Damals waren die Schulden auf über zwölf Milliarden US-Dollar angewachsen. Nun hat die Airline noch langfristige Verbindlichkeiten von 2,9 Mrd. Dollar. Zum Sanierungsplan gehören kräftige Einschnitte bei den Personalkosten und der Verkauf von Tochterunternehmen. Zudem will CEO Robert Milton alte Flugzeuge mit hohen Unterhaltskosten ausmustern und profitable Langstreckenflüge neu in den Flugplan aufnehmen. Zum Abschluss der jüngsten Anhörung ging der zuständige Richter James Farley mit dem Management und den Gewerkschaften ins Gericht. Sie hätten ein „Wir gegen die“ kultiviert und sich in taktischen Spielchen verfangen. Andernfalls hätte Air Canada bereits im vergangenen Dezember saniert sein können, schreibt die Tageszeitung "Toronto Star". Risiken für die Airline bestehen nach wie vor. So wird sie durch die hohen Treibstoffpreise belastet. Manche Analysten merken an, dass die Kosten pro Sitzplatzkilometer - ohne Kerosinkosten - nur fünf Prozent unter denen von 2002 lägen. Air Canada erhält eine neue Muttergesellschaft, die ACE Aviation Holdings.

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