Zwölf Jahre

Richter verurteilt Fluggast wegen Bombendrohung

In solch einem Airbus A-330 von Malysia Airlines ereignete sich der Vorfall.
Malaysia Airlines
In solch einem Airbus A-330 von Malysia Airlines ereignete sich der Vorfall.

Wegen einer Bombendrohung in einem vollbesetzten Jet ist ein Mann aus Sri Lanka in Australien zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Melbourne befand den 25-jährigen Studenten der versuchten Entführung schuldig.

Der Mann hatte im Mai 2017 versucht, ins Cockpit eines Airbus A-330 von Malaysia Airlines mit mehr als 200 Menschen an Bord zu gelangen. Damit war er jedoch gescheitert. Eine Bombe wurde bei ihm nicht entdeckt.

Damit wurde zum ersten Mal in Australien wegen einer solchen Bombendrohung eine Haftstrafe verhängt. Richter Michael McInerney begründete dies damit, dass der Mann die anderen Insassen des Flugzeugs in Gefahr gebracht habe. „Die Passagiere und die Crew waren überzeugt davon, dass Sie tatsächlich eine Bombe in ihrem Besitz hatten“, sagte er zum Angeklagten. „Man kann sich vorstellen, wie groß die Angst und der Stress bei jedem an Bord waren.“

Der Mann war kurz nach dem Start in Melbourne mit zwei blinkenden Geräten nach vorn gerannt und hatte gedroht, die Maschine in die Luft zu jagen. Er wurde von anderen Passagieren überwältigt. Das Flugzeug machte sicherheitshalber kehrt. Bei den Geräten, die er in der Hand hielt, handelte es sich um einen Lautsprecher und ein Ladegerät. Später kam heraus, dass der Mann gerade aus psychiatrischer Behandlung entlassen worden war. Der Flug MH-128 war eigentlich auf dem Weg in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur. (dpa)

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