Zweites Quartal

Airbus belastet Einstieg bei Bombardier

Seit kurzem gibt es den Airbus A-220, den Bombardier vorher C-Series nannte.
Airbus
Seit kurzem gibt es den Airbus A-220, den Bombardier vorher C-Series nannte.

Nicht ganz so rosige Zahlen präsentiert aktuell der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus. Die Übernahme der Mittelstreckenjet-Sparte von Bombardier belastet beim Luftfahrt- und Rüstungskonzern erst einmal den Gewinn.

Im laufenden Jahr werde der um Sonderposten bereinigte operative Betriebsgewinn (bereinigtes Ebit) statt der angepeilten 5,2 Mrd. Euro daher nur etwa fünf Milliarden erreichen, teilt der Rivale des weltgrößten Flugzeug-Herstellers Boeing nun bei der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen mit.

Vorstandschef Tom Enders will in diesem Jahr zwar weiter rund 800 Verkehrsflugzeuge ausliefern, zudem etwa 18 Maschinen des in Airbus A-220 umgetauften Bombardier-Jets. Weil die Triebwerkshersteller mit den Lieferungen für den A-320neo aber mit Problemen kämpfen, sei der Auslieferungsplan weiterhin mit Risiken behaftet, betont das Management.

Im zweiten Quartal verbuchte Airbus einen Umsatz von knapp 15 Mrd. Euro und damit acht Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal zuvor. Das bereinigte Ebit verdoppelte sich nach angepassten Vorjahreszahlen auf knapp 1,2 Mrd. Euro und übertraf damit die Erwartungen von Analysten. Das Konzernergebnis brach hingegen um 69 Prozent auf 213 Mio. Euro ein. Hier hätten eine höhere Steuerquote und die Neubewertung von Finanzinstrumenten belastet, hieß es. (dpa)

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