Zugverspätungen

Bahn muss mit höheren Entschädigungszahlungen rechnen

Zug zu spät – viele Passagiere lassen sich in diesen Fällen eine Entschädigung auszahlen.
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Zug zu spät – viele Passagiere lassen sich in diesen Fällen eine Entschädigung auszahlen.

Bei der Deutschen Bahn läuft es nicht rund: Die große Zahl der Verspätungen führt auch dazu, dass die Entschädigungszahlungen steigen. Bereits im ersten Halbjahr machten

Wegen der größeren Zahl an Verspätungen kommen auf die Deutsche Bahn in diesem Jahr höhere Entschädigungszahlungen zu. Im ersten Halbjahr 2018 seien bei dem Verkehrsunternehmen rund eine Million Fahrgastrechte-Formulare eingereicht worden, mit denen Kunden ihre Ansprüche geltend machen, sagte ein Bahnsprecherin auf Anfrage in Berlin.

Im gesamten Jahr 2017 erhielt die Bahn 1,5 Mio. solcher Anträge. Die Entschädigungssumme betrug nach Angaben der Bahn im vorigen Jahr 30 Mio. Euro. Zuvor hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ über den Anstieg berichtet.

Vor allem das Wetter hat der Bahn in diesem Jahr zu schaffen gemacht. So richtet der Orkan „Friederike“ im Januar so große Schäden an, dass die Bahn den Fernverkehr in ganz Deutschland mehrere Stunden einstellte. Der lange, heiße Sommer führte zu zahlreichen Störungen an Fahrzeugen und im Schienennetz. Im August sank der Anteil pünktlicher Fernzüge auf unter 70 Prozent.

Der Fahrgastverband Pro Bahn sprach sich dafür aus, auch eine Statistik zur Zahl der verspätet angekommenen Fahrgäste und nicht nur die Verspätungsquote der Züge zu veröffentlichen. „Hier würde ja schon ein System aus Hochrechnungen und Befragungen weiterhelfen“, sagte Pro-Bahn-Sprecher Karl-Peter Naumann der „FAZ“. (dpa)

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