Zugunglück von Meerbusch

Gegen Fahrdienstleiterinnen wird ermittelt

Das Zugunglück mit rund 50 Verletzten im nordrhein-westfälischen Meerbusch vor zehn Monaten ist laut Gutachten auf Fehler zweier Fahrdienstleiterinnen zurückzuführen.

Das teilt die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft mit. Eine der beiden Frauen habe eine falsche Zugnummer eingegeben. Der Fehler habe Folgeprobleme ausgelöst, an deren Ende beide Fahrdienstleiterinnen fälschlich von einer technischen Störung ausgegangen seien. Ein Personenzug war in der Folge bei Düsseldorf auf einen Güterzug geprallt.

Der gravierendste Fehler sei gewesen, bei der Freigabe der Strecke, auf der tatsächlich noch ein Zug unterwegs war, den „Befehl 12“ nicht erteilt zu haben, nämlich das langsame Fahren auf Sicht, sagte Oberstaatsanwalt Uwe Kessel. Damit hätte die Kollision immer noch verhindert werden können. Staatsanwaltschaft und Bundespolizei ermitteln wegen fahrlässiger Körperverletzung. (dpa)

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

Fachmedien und Mittelstand Digital Logo
Nutzungsbasierte Onlinewerbung
stats