Zugunglück von Ankara

Falsch gestellte Weiche als Grund vermutet

Das schwere Zugunglück am Rand der türkischen Hauptstadt Ankara vom Donnerstag ist möglicherweise auf menschliches Versagen zurückzuführen.

In einem Bericht der Zeitung „Hürriyet“ vom Wochenende heißt es unter Berufung auf Verhörprotokolle der Polizei, ein Weichensteller habe zugegeben, „möglicherweise vergessen“ zu haben, nach dem ersten Zug auf den Gleisen die Weichen für den zweiten umzustellen.

Bei der frontalen Kollision eines Hochgeschwindigkeitszugs mit einer Lokomotive, die auf denselben Gleisen unterwegs war, waren neun Menschen getötet worden. Unter ihnen war ein deutscher Mitarbeiter der staatlichen Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Schon am Nachmittag des Unglückstages waren drei Menschen in Haft: der Weichensteller, ein Kontrolleur und ein Fahrdienstleiter.

Nach der Kollision waren Teile des Zugs entgleist und in eine Überführung gekracht. Deren Metallkonstruktion brach auf zwei der Waggons herunter. (dpa)

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