Zugfahrten in Europa

Großbritannien steigt aus Interrail aus

Mit einer Interrail-Fahrkarte können Reisende 2020 nicht mehr in Großbritannien Zug fahren. Mit dem Brexit hat die Entscheidung aber angeblich nichts zu tun.

Großbritannien wird bald nicht mehr am Interrail- und Eurail-Programm teilnehmen. Das teilte der Verband der britischen Eisenbahn-Gesellschaften Rail Delivery Group mit. Vom 1. Januar 2020 an werden Interrail- und Eurail-Tickets nur noch für den Eurostar-Zug bis zum Bahnhof St. Pancras in London gültig sein, wie ein Sprecher auf Anfrage der dpa bestätigte. Wer Großbritannien per Zug bereisen will, braucht dann einen BritRail-Pass.

Mit dem anstehenden Brexit habe die Entscheidung aber nichts zu tun, betonte der Sprecher. Grund für den Ausstieg sei die Auffassung, dass der BritRail-Pass die bessere Option für Reisende sei.

Mit den Interrail- und Eurail-Tickets können Reisende in mehr als 30 Ländern mit einer einzigen Fahrkarte über einen bestimmten Zeitraum unbegrenzt viele Zugfahrten machen. Interrail ist für die Einwohner der teilnehmenden Länder in Europa bestimmt. Für Zugreisende mit Wohnsitz in anderen Ländern gibt es das Eurail-Ticket. Großbritannien hatte seit dem Start des Programms 1972 an Interrail teilgenommen.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. M. Kaleth
    Erstellt 8. August 2019 09:52 | Permanent-Link

    Äußerst bitter , dass das Vereinigte Königreich als Ursprungsland der Eisenbahn nicht mehr dabei sein soll. Erste Klasse Nutzende werden insbesondere den genialen Lounge und Board Service der Virgin Company vermissen, also noch schnell in 2019 ein paar Reisen nach Great Britain und Gin Tonics ordern. Long live the queen

  2. A.Schlehuber
    Erstellt 8. August 2019 14:33 | Permanent-Link

    So sorry! Der Monty Python Zirkus der politischen Inselaffen setzt sich bis in die ureigensten Bedürfnisse, nämlich einfaches Reisen, zu Lasten aller am Tourismus Beteiligten fort.

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