Zug-Ausfälle

Sylt-Pendler klagen über chaotische Zustände

Bahnreisende und Pendler nach Sylt hatten Schwierigkeiten, die Insel zu erreichen: Auf der Bahnstrecke von Hamburg kommt es zu zahlreichen Zugausfällen und Verspätungen.

Die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) stoppte kurzfristig viele Züge wegen Auffälligkeiten an den Kupplungen. 90 Reisezugwagen sollen nach Angaben des Bahnunternehmens vorübergehend aus dem Verkehr gezogen werden. Die Überprüfung der Wagen dauert voraussichtlich mehrere Wochen. Die Auto-Shuttle-Züge nach Sylt sind von den Problemen aber nicht betroffen.

Die Ausfälle der NOB kommen für Pendler und Reisende zur Unzeit: Noch bis zum 20. November fahren wegen Bauarbeiten auch keine Fernzüge zwischen Hamburg und Deutschlands wohl bekanntester Urlaubsinsel, weil die Deutsche Bahn Gleise saniert. Um die Ausfälle abzumildern, schickte die Deutsche Bahn am späten Donnerstagabend zwei Züge mit je zehn Wagen nach Husum. Die Nord-Ostsee-Bahn könne sie dort einsetzen, wo sie am dringendsten benötigt werden, sagte ein Bahn-Sprecher.

Wegen der hohen Mietpreise auf Sylt pendeln viele Handwerker und Angestellte auf die Insel. Täglich sind zudem 18.000 Menschen auf der Strecke zwischen Hamburg und Westerland unterwegs.

Fliesenlegermeister Achim Bonnichsen nimmt täglich den Zug nach Sylt. „Am Bahnhof in Niebüll kamen mir bereits viele Leute entgegen und sagten, es hat keinen Zweck mehr“, sagte der 49-Jährige am Freitag. „600 bis 800 Menschen drängten sich auf dem Bahnsteig, es war katastrophal.“ Kaum ein Zug sei unterwegs gewesen. Die wenigen, die fuhren, seien völlig überfüllt gewesen.

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