Zu wenig Buchungen

Rhein-Neckar Air verschiebt den Neustart

Rhein-Neckar Air setzt ausschließlich solche Dornier 328 ein.
Juergen Kendzior
Rhein-Neckar Air setzt ausschließlich solche Dornier 328 ein.

Die Mannheimer Regionalfluggesellschaft wollte eigentlich wieder nach Berlin und Hamburg starten. Angesichts der derzeit starken Zurückhaltung der Deutschen bei Flügen soll es nun erst später losgehen.

Zum 14. September hatten die Mannheimer die Wiederaufnahme ihrer beiden Städteverbindungen nach Berlin und Hamburg geplant. Nun allerdings müssen sie die Strecken schon wieder stoppen: Die Zahl der Vorausbuchungen rechtfertigt keinen rentablen Flugbetrieb, hieß es von Seiten der Regionalfluggesellschaft. Alle eigentlich vorgesehenen Flüge wurden daher wieder storniert.

Normalerweise ist Rhein-Neckar Air (RNA) stark auf Geschäftsreisende fokussiert: Sie bietet Tagesrandverbindungen zwischen Mannheim sowie der Bundeshauptstadt und der Hansestadt. Die Business Traveller bleiben aktuell fast vollständig aus – nicht nur bei Rhein-Neckar Air, sondern bei allen anderen Fluggesellschaften ebenfalls.

RNA versucht daher, ihre Ansprache auch auf touristisch Reisende und Reisebüros auszudehen. Gerade in den Agenturen war das Echo sehr positiv, teilte die Airline mit, die via klassischer Reservierungssysteme (GDS) zu buchen ist. Ziel war es, Menschen zu gewinnen, die beispielsweise aus den Regionen Berlin und Hamburg auf schnellem und sicherem Weg nach Heidelberg gelangen wollen. Die für ihre malerische Altstadt bekannte Metropole ist eine Touristenhochburg und liegt nur wenige Kilometer vom Flughafen Mannheim entfernt.

Dieser Weg soll weiterhin gegangen werden – zumal die Regionalfluggesellschaft speziell in Corona-Zeiten Vorteile  wegen der kurzen Abfertigung am Flughafen und der kleineren Zahl an Fluggästen an Bord für sich sieht. So seien Kontakte zu Mitreisenden minimiert.

Weil die Nachfrage derzeit aber noch nicht reicht, sei der Flugbetrieb zunächst wieder ausgesetzt worden, heißt es. Einen konkreten neuen Termin für die Städteverbindungen gibt es noch nicht, die Lage werde ständig beobachtet, heißt es.

Weiterhin aufrechterhalten wird die Verbindung Mannheim–Sylt, die samstags, sonntags und mittwochs angeboten wird. Sie gilt als nachfragestark.

Rhein-Neckar Air setzt für ihre Flüge Maschinen des Typs Donier Do-328 ein.

Ein dauerhaftes Ende der Verbindungen in die Metropolen steht derzeit allerdings nicht im Raum. Das Management strebe eine Wiederaufnahme der beiden Strecken an. Wann es soweit sein könnte, ist derzeit allerdings völlig unklar. Laut Eggert hänge das einzig an der Pandemieentwicklung und dem damit verbundenen Reiseverhalten ab.
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