Zivilflugzeugbau

Boeing übernimmt Mehrheit von Embraer-Regioflugsparte

Rollout einer E-190, die seit Februar 2002 bei Embraer in Sao Paulo gebaut wird.
Antônio Milena/ABr, commons.wikimedia, CC BY 3.0
Rollout einer E-190, die seit Februar 2002 bei Embraer in Sao Paulo gebaut wird.

Boeing erschließt sich das Geschäft der kleineren Verkehrsflugzeuge. Der US-amerikanische Luft- und Raumfahrtkonzern übernimmt die Mehrheit an Embraers Zivilflugzeugsparte.

Der US-Flugzeug-Hersteller Boeing soll die Mehrheit am Verkehrsflugzeuggeschäft seines brasilianischen Wettbewerbers Embraer übernehmen. Beide Unternehmen haben sich grundsätzlich auf die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens im Wert von fast 4,8 Mrd. US-Dollar (4,1 Mrd. Euro) geeinigt, wie nun in Chicago und Sao Paulo mitgeteilt wird. Der weltgrößte Flugzeug-Hersteller aus den USA soll mit 80 Prozent die Mehrheit an dem Joint Venture halten, das auch das Service-Geschäft umfasst.

Embraer mit seinen E- und E2-Jets ist neben dem kanadischen Hersteller Bombardier der zweite wichtige Anbieter von Regionalflugzeugen mit 100 und weniger Sitzen. In diesem Segment ist Boeing bisher nicht vertreten. Bei den größeren Verkehrsflugzeugen konkurrieren die US-Amerikaner mit dem europäischen Rivalen Airbus. Dieser hat sich gerade mit dem kanadischen Konzern Bombardier verbündet und erst vor wenigen Tagen die Mehrheit an dessen bisher größtem Flugzeugmodell, der komplett neu entwickelten C-Serie übernommen. Boeing und Embraer hatten bereits seit längerem über einen Zusammenschluss verhandelt. (dpa)

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