Wirtschaftskrise und Sanktionen

Europäische Airlines stellen Teheran-Flüge ein

Am Khomeini Airport dünnt der internationale Flugverkehr deutlich aus. British Airways, Joon und KLM beenden ihre Teheran-Dienste.
IKIA
Am Khomeini Airport dünnt der internationale Flugverkehr deutlich aus. British Airways, Joon und KLM beenden ihre Teheran-Dienste.

Der wirtschaftliche Niedergang des Iran ist beunruhigend. British Airways und Joon stellen ihre Flüge in die Hauptstadt des von US-Wirtschaftssanktionen getroffenen Landes ein.

Ein Sprecher des französisch-niederländischen Konzerns Air France-KLM sagte, der Schritt sei nicht den US-amerikanischen Sanktionen geschuldet, sondern dem schlechten wirtschaftlichen Erfolg der Verbindung zwischen Paris und Teheran. Der letzte Rückflug aus dem Iran ist für den 18. September vorgesehen, die Verbindung wird von der jungen Air-France-Tochter Joon betrieben.

British Airways begründete das Ende ihrer Flüge zwischen London und Teheran ebenfalls damit, dass die Verbindung derzeit wirtschaftlich nicht tragfähig sei. Ihr vorerst letzter Flug auf der Strecke soll den Iran am 23. September verlassen. Die niederländische Air-France-Schwester KLM hatte bereits Anfang Juli angekündigt, per 24. September keine Flüge nach Teheran mehr anzubieten.

Der Iran steckt in einer Wirtschaftskrise, die Landeswährung Rial hat stark an Wert verloren. US-Präsident Donald Trump hatte im Mai einseitig das Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt, seit Kurzem sind wieder US-Sanktionen in Kraft. (dpa)

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