Wegen neuer Gepäckgebühren

Ryanair wehrt sich gegen Italiens Kartellbehörde

Europas größter Billigflieger geht gegen Auflagen der italienischen Kartellbehörde bezüglich Handgepäcks vor. Rom hatte die neuen, europaweit eingeführten Gepäckregeln der Iren gestoppt, weil sie beim Verbraucher falsche Preisvorstellungen wecken könnten und den Preisvergleich erschwerten.

Man werde unmittelbar Rechtsmittel einlegen, kündigte Ryanair-Sprecher Robin Kiely daraufhin in Dublin an. Es gebe für die italienische Wettbewerbsbehörde keinerlei Grundlage für Entscheidungen, die Luftsicherheit und Pünktlichkeit berührten. Die neuen Richtlinien zum Handgepäck seien transparent und vorteilhaft für die Konsumenten.

Genau das hat die italienische Kartellbehörde anders gesehen und die neuen Richtlinien bei Ryanair und Wizz Air am ersten Gültigkeitstag gestoppt. Wenn Reisende für Handgepäck extra zahlen müssten, verzerre das den realen Preis für die Flugreise.

Im Standardtarif sollen Reisende lediglich noch eine kleine Tasche mit an Bord nehmen können. Nur gegen einen Aufpreis von 6 Euro dürfen noch zwei Gepäckstücke inklusive eines kleinen Rollkoffers in die Kabine mitgenommen werden. (dpa)

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