Wegen Coronavirus

Deutsche Bahn rechnet mit 40 Prozent Passagierminus

Die Deutsche Bahn hat Anfang März aufgrund des neuartigen Coronavirus deutlich weniger Fahrgäste befördert als in der entsprechenden Vorjahreswoche.

Um rund ein Viertel sei das Fahrgastaufkommen in der ersten Märzwoche im Jahresvergleich zurückgegangen, wird Fernverkehrsvorstand Michael Peterson in einer Mitteilung des Bundestags zitiert. Peterson hatte dort vor dem Tourismusausschuss über die Auswirkungen des Sars-CoV-2 genannten Virus auf das Bahngeschäft informiert. Für die laufende Woche rechne der bundeseigene Konzern bei den Fahrgästen sogar mit einem Rückgang um 40 Prozent, wird Peterson weiter zitiert.

Im Januar und im Februar habe das Fahrgastaufkommen demnach hingegen um jeweils rund 10 Prozent deutlich zugelegt. "Wir beobachten die Situation weiter sorgfältig", sagte Peterson dem Ausschuss laut Mitteilung. Bisher habe noch kein ICE wegen einer Infektion seine Fahrt abbrechen müssen. Es sei gewährleistet, dass bei Verdachtsfällen ein Testergebnis innerhalb von einer bis zwei Stunden vorliege. Die Bahn sei auf Notfälle eingestellt – auch darauf, Züge auf offener Strecke evakuieren zu müssen, hieß es.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hatte im ZDF-Morgenmagazin eine Einschränkung des Bahnverkehrs ins Spiel gebracht. Mit dieser Frage müsse man sich auf Bundesebene beschäftigen, sagte er. Als Reaktion darauf betonte ein Bahnsprecher: "Die Bahn ist fester Bestandteil der Daseinsvorsorge. Unser Ziel ist, den Verkehr weiterhin aufrechtzuerhalten." Der Bahnbetrieb in Deutschland verlaufe derzeit regulär.
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