Wegen Boeing-Flugverbotes

Air Canada kassiert Gewinnziele für 2019

Air Canada kann die Gewinnziele für das laufende Jahr nicht halten. Grund ist das Flugverbot für die B-737max. Die Airline arbeitet an einem Notfallplan.

Air Canada streicht wegen des Flugverbots für den Boeing-Mittelstreckenjet B-737max die Gewinnziele für das laufende Jahr. Die Airline arbeite weiter an einem Notfallplan, um mit der Situation umzugehen. Air Canada ist von dem Flugverbot besonders stark betroffen: Die Fluggesellschaft hat 24 Maschinen der Modellreihe in der Flotte.

Erst Ende Februar hatte Air-Canada-Chef Calin Rovinescu seine Gewinnziele für die Jahre 2019 bis 2021 angehoben. So sollten 19 bis 22 Prozent des Umsatzes als operativer Gewinn (bereinigtes Ebitda) beim Unternehmen hängen bleiben. Das investierte Kapital sollte sich mit 16 bis 20 Prozent verzinsen. Dies hält das Management jetzt zumindest im laufenden Jahr nicht mehr für realistisch. Für 2020 und 2021 hielt Rovinescu die Prognose jedoch aufrecht.

Am Mittwoch hatte die US-Luftfahrtbehörde FAA als Reaktion auf den Absturz einer Boeing B-737max8 in Äthiopien und den Crash einer baugleichen Maschine im Oktober in Indonesien ein Startverbot für den Flugzeugtyp verhängt. Vor den USA hatten als Folge des Unglücks in Äthiopien bereits die EU und zahlreiche andere Länder wie Kanada Startverbote für die B-737max erlassen. Boeing selbst hatte am Mittwoch ein weltweites Startverbot für alle 371 bislang ausgelieferten Maschinen des Verkaufsschlagers empfohlen.

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