Vierte Verhandlungsrunde

Bahn ringt mit Lokführern um Tarifeinigung

Deutsche Bahn und GDL verhandeln in dieser Woche weiter um einen neuen Tarifvertrag. Die Lokführergewerkschaft fordert aber nicht nur mehr Geld.

Die Tarifverhandlungen für die rund 36.000 Beschäftigten des Zugpersonals bei der Deutschen Bahn gehen am heutigen Montag in die vierte Runde. Die Bahn-Tarifexperten treffen sich in Berlin mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Diese verlangt für Lokführer und Zugbegleiter 7,5 Prozent mehr Geld bei 24 Monaten Vertragslaufzeit, höhere Nacht-, Sonn- und Feiertagszulagen sowie bessere Pausen- und Freizeitregeln.

Noch liegt kein Tarifangebot der Bahn für die Einkommenserhöhung vor. In kleineren Fragen hatten sich beide Seiten vor einer Woche verständigt. Die GDL dringt jetzt vor allem auf ein konkretes Angebot zur Arbeitszeit, andernfalls müssten die Lokführer und Zugbegleiter den Druck erhöhen, warnte Gewerkschaftschef Claus Weselsky. „Pausen auf dem Zug sowie auswärtige Übernachtungen des Zugpersonals müssen reduziert werden“, verlangte er.

Parallel verhandelt die Bahn mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) für rund 160.000 Mitarbeiter in Deutschland, darunter auch die des Zugpersonals. Bahn und EVG treffen sich an diesem Donnerstag zur vierten Runde in Hannover. (dpa)

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