Vierstündiger Ausstand

Streik führt zu Flugausfällen in Italien

Der angekündigte Streik im Flugsektor in Italien hat für Flugausfälle gesorgt – zum Stillstand kam der Flugbetrieb aber nicht. Airlines wie die Lufthansa verhinderten durch Vorbereitungen ein größeres Chaos.

Reisende von und nach Italien haben wegen eines Streiks im Flugsektor teilweise umplanen müssen. Gewerkschaften hatten für den heutigen Freitag neben Piloten und Flugbegleitern auch Bodenpersonal sowie
Beschäftigte bei Abfertigung und Catering zu einem vierstündigen Ausstand aufgerufen. Ausgenommen waren Fluglotsen. Der Flugbetrieb kam aber nicht zum Stillstand: Auf Roms Flughafen Fiumicino starteten und landeten Flugzeuge, auch in Mailand waren keine größeren Probleme zu erkennen – abgesehen von einigen Flugausfällen.

Die Airlines hatten sich auf den Streik vorbereitet. Die Lufthansa hatte ab München und Frankfurt für die geplante Streikzeit zwölf Verbindungen von und nach Italien gestrichen. Die Passagiere seien bereits am Vortag informiert und auf andere Flüge umgebucht worden, erklärte eine Unternehmenssprecherin. Auf den nachfolgenden Flügen würden teils auch größere Flugzeuge eingesetzt, um möglichst alle Passagiere noch am Freitag an ihr Ziel zu bringen.

Einschließlich der Tochter Air Dolomiti fliegt Lufthansa ab München und Frankfurt wöchentlich mehr als 700 Verbindungen nach Italien mit 20 Zielen.

Alitalia hatte wegen des Ausstands 113 Flüge gestrichen, darunter zwei Flüge zwischen Mailand und Frankfurt. Überwiegend waren inländische Verbindungen betroffen.

Die Gewerkschaften fordern von der Regierung in Rom unter anderem Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. Am Mittwoch hatte es bereits einen Streik im öffentlichen Verkehr gegeben.

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