Urabstimmung über Streik

Pilotengewerkschaft will Gespräche mit Ryanair fortsetzen

Sprechen sich die Ryanair-Piloten für Streiks aus, könnten schon bald die Flieger am Boden bleiben.
Ryanair
Sprechen sich die Ryanair-Piloten für Streiks aus, könnten schon bald die Flieger am Boden bleiben.

Die Pilotengewerkschaft VC will trotz einer Urabstimmung über Streiks weiter mit Ryanair sprechen. Die Airline gibt sich offen – und bekräftigt ihre Expansionspläne für Deutschland.

Trotz der Entscheidung für eine Urabstimmung über mögliche Streiks bei Ryanair will die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) die Gespräche mit der Airline fortsetzen. Nach einer Sondierung mit Ryanair-Vertretern gebe es noch Gesprächsbedarf, sagte ein VC-Sprecher auf Anfrage. Termine seien bis Mitte Juli angedacht.

Anfang der Woche hatte der Gewerkschaftsvorstand den Weg frei gemacht für eine Urabstimmung. Die an den zehn deutschen Basen stationierten Ryanair-Piloten sollen darüber abstimmen, ob sie für ihre Forderungen nach höherer Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen notfalls in einen unbefristeten Ausstand treten würden. Zur Frage, wie viele der rund 400 Ryanair-Piloten in Deutschland bei VC organisiert sind, äußerte sich die Gewerkschaft nicht.

Die Urabstimmung soll VC zufolge über einen Zeitraum von vier Wochen mit Stimmabgabe im Internet erfolgen. Mit einem Ergebnis wäre nicht vor Ende Juli zu rechnen. Warnstreiks sind den Angaben zufolge vorerst nicht geplant.

Ryanair-Marketingvorstand Kenny Jacobs sagte der „Rheinischen Post“: „In Italien und in Großbritannien haben wir bereits Tarifverträge abgeschlossen. Das zeigt doch, dass wir solche Vereinbarungen haben wollen.“

Den Expansionskurs in Deutschland will die Airline fortsetzen. Ryanair hatte jüngst eine eigene Basis am Düsseldorfer Flughafen eröffnet. „Düsseldorf ist ein für uns besonders interessanter Markt“, wurde der Manager zitiert. Auf Dauer könne er sich zudem „gut vorstellen, auch innerdeutsche Ziele wie insbesondere München ab Düsseldorf anzufliegen.“ (dpa)

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