Unwirtschaftlich

Sun-Air stellt Route Friedrichshafen–Hamburg ein

In den Farben von British Airways setzt Sun-Air of Scandinavia unter anderem 32-sitzige Dornier Do-328Jet ein.
Sun-Air
In den Farben von British Airways setzt Sun-Air of Scandinavia unter anderem 32-sitzige Dornier Do-328Jet ein.

Nach gut einem Jahr ist schon wieder Schluss. Der in den Farben von British Airways verkehrende Regio-Carrier Sun-Air streicht die innerdeutsche Linienstrecke zwischen dem Bodensee-Airport und Hamburg.

Einen Teilrückzug vom Friedrichshafener Bodensee-Airport vollzieht Sun-Air. Die bis zu zweimal täglich bediente Route nach Hamburg wird zum 11. Februar 2020 aufgegeben. Die beiden anderen Linienstrecken – nach Düsseldorf und Toulouse – sollen allerdings erhalten bleiben.

Zur Begründung der Streckenaufgabe heißt es, dass die Route weit hinter den Erwartungen blieb. Die relativ hohen Kosten, die der Einsatz eines kleinen Dornier-Jets mit wenigen Sitzen mit sich bringt, konnte nicht durch hohe Ticketpreise kompensiert werden, da zu wenige Geschäftsreisende davon Gebrauch machten. Die bereits gebuchten Passagiere, die nach dem 11. Februar fliegen wollten, werde der Ticketpreis zurückerstattet.

Friedrichshafens Flughafenchef Claus-Dieter Wehr sagt: "Wir als Bodensee-Airport haben alles getan, um die Route zu etablieren – hätten aber jetzt nur mit einer zusätzlichen Risikoübernahme die Strecke erhalten können. Dies übersteigt deutlich unser Möglichkeiten."

In einer entsprechenden Pressemitteilung des Flughafens wird darauf hingewiesen, dass Sun-Air für das Jahr 2019 insgesamt einen Gewinn ausweisen werde. Auch würde erwägt, ob nicht eine Linienstrecke zwischen dem Bodensee-Airport und Bremen von dem dänischen Regio-Carrier eröffnet werden könne.

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1.
andreas w. schulz
Erstellt 29. Januar 2020 10:39 | Permanent-Link

Bremen wird nur eine Chance haben, wenn regelmäßiger und genügender Werksverkehr akquiriert werden kann (siehe Toulouse). Hamburg mit seinem wesentlich größeren Catchment und Potenzial ist gescheitert. Da muss Bremen tief in die Trickkiste greifen.

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