United Airlines

Einigung mit rausgeworfenem Passagier

United zahlt Entschädigung für verletzten Passagier.
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United zahlt Entschädigung für verletzten Passagier.

In der Affäre um den Rauswurf eines Passagiers hat die US-Fluggesellschaft United Airlines einen Vergleich mit dem Betroffenen erzielt. Das teilte der Anwalt des Fluggasts in Chicago mit. Im Rahmen des außergerichtlichen Kompromisses sei vereinbart worden, dass die Details der Entschädigung vertraulich bleiben.

United bestätigte eine „gütliche Einigung“ mit dem Kunden. Die Fluggesellschaft will zudem Passagieren, die künftig bei einer Überbuchung freiwillig ihren Platz räumen, eine hohe Ausgleichssumme zahlen.

Angestellte des Unternehmens hatten den Mann vor knapp drei Wochen von der Flughafenpolizei aus einer überbuchten Maschine zerren lassen, weil er seinen Platz nicht hatte räumen wollen. Das rüde Vorgehen gegen den Mann rief weltweit Empörung hervor. Laut seinem Anwalt brach sich der 69-Jährige dabei die Nase, verlor zwei Zähne und erlitt eine Gehirnerschütterung.

Die Airline will Passagieren, die auf überbuchten Flügen freiwillig auf ihren Sitz verzichten, künftig eine Entschädigung von bis zu 10.000 Dollar (rund 9160 Euro) zahlen, wie United-Chef Oscar Munoz sagte. Außerdem soll die Zahl an Überbuchungen gesenkt werden.

United kündigte ein Programm an, das insgesamt zehn Punkte umfasst. Ziel sei es, eine bessere, kundenfreundlichere Airline zu werden, sagte Munoz. Jeder Kunde verdiene einen Service auf höchstem Niveau und müsse mit Würde und Respekt behandelt werden.

Der Anwalt des Passagiers lobte United für die angekündigten Veränderungen, die „passagierfreundlich“ seien. Im Namen des Mannes sagte er, dieser hoffe, United sei Vorreiter für die gesamte Branche. Zu den Konsequenzen, die United nun ziehen will, gehört auch, dass die Mitarbeiter besser geschult werden. Crews sollen künftig mindestens 60 Minuten vor der Abreise auf den Flug gebucht werden.

United war vor allem auch für das Krisenmanagement scharf kritisiert worden. In sozialen Netzwerken hatte es Boykott-Aufrufe gegeben. Munoz hatte das Vorgehen gegen den Passagier erst verteidigt, sich dann aber in aller Form entschuldigt. (dpa)

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