Trotz B-737max-Ausfalls

United Airlines verdoppelt Quartalsgewinn

Reichlich Boeing B-737 der Vor-"max"-Version sind bei United Airlines im Einsatz.
United Airlines
Reichlich Boeing B-737 der Vor-"max"-Version sind bei United Airlines im Einsatz.

Der US-Mega-Carrier United Airlines hat im zweiten Quartal dank des boomenden Flugverkehrs überraschend gute Geschäfte gemacht.

Der Gewinn legte verglichen mit dem Vorjahreswert um mehr als die Hälfte auf 1,1 Mrd. Dollar (1,0 Mrd. Euro) zu, wie der Konzern am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

Der Ausfall von Boeings nach zwei Flugzeugabstürzen mit insgesamt 346 Toten weltweit mit Startverboten belegten Krisenjets vom Typ B-737max hinterließ keine größeren Schäden in der Bilanz. United hatte allerdings auch nur 14 Maschinen in der Flotte, als im März verfügt wurde, dass die Flugzeuge bis auf Weiteres am Boden bleiben müssen.

Das Unternehmen hatte jüngst mitgeteilt auf die B-737max bis zum Beginn des kommenden Winterflugplans zu verzichten. Mittlerweile zeichnet sich aber ab, dass es noch deutlich länger dauern könnte, bis die Jets wieder abheben dürfen. Mit größeren Belastungen rechnet United jedoch nicht. Im Gegenteil: Wegen der starken Nachfrage von Reisenden hob die Airline das Gewinnziel für das Gesamtjahr 2019 sogar etwas an.

Bereits im jüngsten Quartal liefen die Geschäfte rund: Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um knapp sechs Prozent auf 11,4 Mrd. Dollar. Die Ergebnisse übertrafen die Prognosen der Analysten, die Aktie verbuchte nachbörslich einen leichten Kursanstieg. Bei Anlegern kam auch gut an, dass ein neues Aktienrückkaufprogramm über drei Milliarden Dollar angekündigt wurde.

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