Treffen mit dem Bundesverkehrsminister

Fluglotsen wollen am Luftfahrtgipfel teilnehmen

Heißbegehrte Fachkräfte: Fluglotsen – hier im DFS-Center in Langen – sind Mangelware.
DFS Deutsche Flugsicherung/ H.-J. Koch
Heißbegehrte Fachkräfte: Fluglotsen – hier im DFS-Center in Langen – sind Mangelware.

Kommen wirklich alle wichtigen Player an einen Tisch? Fluglotsen-Gewerkschaften mahnen eine Beteiligung am geplanten Luftfahrtgipfel Anfang Oktober in Hamburg an.

„Wenn dieser Gipfel nicht als ‚Alibiveranstaltung‘ ohne Wert in die Annalen der Luftfahrt eingehen soll“, dann sei eine Beteiligung der betroffenen Arbeitnehmer-Vertreter dringend erforderlich, teilten die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) und die Trade Union Eurocontrol Maastricht (TUEM) in Frankfurt mit. Lange Warteschlangen, Flugverspätungen und Streichungen hatten in diesem Sommer für Unmut von Passagieren gesorgt.

„Radikale Sparprogramme auf dem Rücken der Beschäftigten und der Kunden vertragen sich nun einmal nicht mit den allseits gewünschten stabilen und sicheren Verhältnissen im Luftverkehr“, erklärten die Gewerkschaften. Ohne eine aktive Beteiligung der Arbeitnehmer-Vertreter werde es kurz- bis mittelfristig keine spürbare Entspannung am Himmel geben können.

„Fluglotsen können Sie nicht beim Arbeitsamt bestellen“, sagte der GdF-Vorsitzende Mathias Maas. Eine Ausbildung brauche drei bis fünf Jahre. Angesichts des stark steigenden Luftverkehrs müsse der Sparzwang aufhören.

Das Treffen soll nach Angaben des Hamburger Senats am 5. Oktober in der Hansestadt stattfinden. „Zusammen mit dem Bundesverkehrsminister werde ich in den nächsten Tagen zu einem Spitzengespräch zur Situation im Luftverkehr einladen, um die Ursachen von Verspätungen anzugehen“, erklärte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher. Gemeinsam mit Vertretern von Airlines und Flughäfen, Deutscher Flugsicherung, Bundesverkehrsministerium und anderer Bundesländer sollen Lösungen entwickelt werden. (dpa)

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