Tegel und Schönefeld (Update)

Streik an Berliner Flughäfen geht weiter

Die Gewerkschaft fordert in dem Tarifkonflikt mehr Geld für die Mitarbeiter des Bodenpersonals.
imago/STPP
Die Gewerkschaft fordert in dem Tarifkonflikt mehr Geld für die Mitarbeiter des Bodenpersonals.

Das Bodenpersonal an den Berliner Flughäfen streikt den zweiten Tag in Folge. Erneut fallen 600 Flüge von und nach Berlin aus.

Am zweiten Tag in Folge streikt das Bodenpersonal der Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld. Fast alle Flüge von und nach Berlin sind erneut gestrichen worden. Die Gewerkschaft Verdi hatte rund 2000 Beschäftige zum Streik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegung, die ursprünglich Dienstagmorgen enden sollte, wurde bis Mittwochfrüh verlängert.

Bislang seien 460 Flüge von und nach Tegel sowie 143 Flüge von und nach Schönefeld gestrichen worden, sagte ein Sprecher der Flughafen-Gesellschaft Berlin Brandenburg. Es könnten demnach aber noch weitere ausfallen. Ob einige Flüge wie schon am Vortag zu nahe gelegenen Flughäfen umgeleitet werden würden, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen.

Bereits am Freitag waren wegen eines Streiks Hunderte Flüge in Tegel und Schönefeld ausgefallen. Weil es am Wochenende kein neues Angebot der Arbeitgeber gab, rief Verdi erneut zur Arbeitsniederlegung auf.

Aus Sicht des Flughafenverbandes ADV geht die Vorgehensweise von Verdi „über jedes verträgliche Maß hinaus“. Die Hauptstadt Berlin werde „für mehrere Tage vom Luftverkehr völlig abgeschnitten“, kritisierte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.

Der Verband der in Deutschland aktiven Fluggesellschaften (Barig) forderte für solche Tarifkonflikte verbindliche Mediations- oder Schlichtungsverfahren. „Wir sehen hier den Gesetzgeber in der Pflicht, dass er endlich die dringend benötigten Rahmenbedingungen schafft, damit Streiks im deutschen Luftverkehr wirklich nur die Ultima Ratio sind“, sagte Barig-Generalsekretär Michael Hoppe.

Die Auswirkungen gingen über den Standort Berlin hinaus. Airlines könnten ihre Flugzeuge nicht wie geplant einsetzen, weil diese in Berlin gestrandet seien und nun im Netz fehlten. „Die Folge sind weitere Flugabsagen“, klagte Hoppe. (dpa)

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