Tarifverhandlungen

Deutsche Bahn bietet 3,2-prozentige Gehaltserhöhung

Es geht um Prozente und die Vertragslaufzeit – wie viel Geld die Eisenbahner künftig bekommen, darum wird noch immer gerungen. Für Fahrgäste gilt: So lange geredet wird, gibt es keine Streiks.

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn zeichnet sich keine rasche Lösung ab. Die Deutsche Bahn legte am Mittwoch zwar ein neues Angebot an die Gewerkschaften vor und wollte so Bewegung in die schwierigen Verhandlungen bringen. Doch eine Einigung kam zunächst nicht zustande.

Die Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) unterbrachen ihre Gespräche in der Nacht zum Donnerstag in Berlin und wollten am Vormittag erneut zusammentreffen. Zum Zwischenstand machten Sprecher beider Seiten keine Angaben. Die EVG hatte am Montag zu einem Warnstreik aufgerufen, der den Zugverkehr in weiten Teilen Deutschlands lahmlegte.

Strittig war zuletzt, wie hoch die Lohnsteigerung ausfallen soll. Die EVG hatte ursprünglich wie die konkurrierende Lokführer-Gewerkschaft GDL 7,5 Prozent mehr Geld gefordert. Das erste Angebot der Bahn sah zwei Anhebungen vor: 2,5 Prozent zum 1. März 2019, weitere 2,6 Prozent zum 1. Januar 2020, bei einer Vertragslaufzeit von 29 Monaten. Für die Monate Oktober 2018 bis Februar 2019 sollte eine Einmalzahlung von 500 Euro hinzukommen.

Welche Zugeständnisse das neue Angebot enthält, blieb zunächst offen. Die GDL lehnte es zwar bereits ab, will aber dennoch weiterverhandeln. GDL-Chef Claus Weselsky sprach im SWR von „Taktiererei“. Das neue Angebot sei „genauso viel wert wie das vorhergehende Angebot“, sagte Weselsky im SWR. Für die erste Erhöhungsstufe habe die Bahn nun 3,2 Prozent geboten, verlange zugleich aber eine längere Laufzeit. (dpa)

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