Tarifverhandlungen

DB und GDL an einem Tisch

Für Lokführer und Zugpersonal sollen vor allem die Dienstpläne stabiler und ausgewogener werden.
DB AG/Oliver Lauer
Für Lokführer und Zugpersonal sollen vor allem die Dienstpläne stabiler und ausgewogener werden.

Kann bei der Bahn ein Streik noch abgewendet werden? Am heutigen Montag soll so lange miteinander gesprochen werden, bis es zu einer Annäherung kommt.

Nach zuletzt zähen Gesprächen setzen die Deutsche Bahn und die Lokführer-Gewerkschaft GDL am heutigen Montagnachmittag in Frankfurt ihre Tarifverhandlungen für das Zugpersonal fort. In der fünften und bisher letzten angesetzten Runde soll nötigenfalls bis in die Nacht hinein verhandelt werden. Die vorherigen Gespräche in Berlin waren zuvor ohne Einigung vertagt worden.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) fordert von der Bahn 4,0 Prozent mehr Gehalt und eine besser planbare Freizeit, etwa über andere Schichtrhythmen. Im Laufe der Gespräche hatte GDL-Chef Claus Weselsky zudem zusätzliche Forderungen aufgestellt, welche die Nachwuchskräfte und einen besseren Sozialschutz des gesamten Zugpersonals im Fall einer dauerhaften Dienstunfähigkeit betreffen.

Bei der vergangenen Verhandlungsrunde Mitte November in Berlin hatte die Bahn der Gewerkschaft ein erstes Angebot vorgelegt. Beide Seiten liegen aber noch weit auseinander. Für eine Einigung müsse die Bahn ihr Angebot zur Arbeitszeit deutlich verbessern, verlangte Weselsky. Von Warnstreiks sprach er jedoch nicht.

Zum Zugpersonal zählen rund 33.000 Lokführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen, Lokrangierführer und Disponenten (Planer). Die Bahn führt parallel auch Tarifgespräche mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), die mit der GDL konkurriert. (dpa)

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

Fachmedien und Mittelstand Digital Logo
Nutzungsbasierte Onlinewerbung
stats