Tarifgespräche

Ryanair verhandelt wieder mit Verdi über Flugbegleiter

Am Frankfurter Flughafen betreibt Ryanair nicht mehr solch eine forsche Expansion, wie anfangs angekündigt.
Fraport
Am Frankfurter Flughafen betreibt Ryanair nicht mehr solch eine forsche Expansion, wie anfangs angekündigt.

Im Tarifkonflikt um bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen bei Ryanair haben die irische Fluggesellschaft und die Gewerkschaft Verdi wieder Verhandlungen aufgenommen.

Sie betreffen rund 1000 Flugbegleiter von Ryanair in Deutschland, wobei 700 davon als Leiharbeiter nicht direkt bei der Airline angestellt sind. Die Delegationen beider Seiten trafen sich am Donnerstag in Berlin, gingen am Abend jedoch zunächst ohne Ergebnis auseinander. „Die beiden Parteien sind in Gesprächen“, sagte eine Gewerkschaftssprecherin. „Die Gespräche gestalten sich schwierig und werden am Freitagvormittag fortgesetzt.“

Verdi war mit der Absicht in diese Runde gegangen, zunächst die Absicherung von 90 Ryanair-Beschäftigten zu klären, die Anfang November mit der Schließung des Standorts Bremen ihre Arbeitsplätze verlieren. Die Gewerkschaft forderte einen Sozialtarifvertrag für die Betroffenen.

Zuletzt hatten Flugbegleiter und Piloten von Ryanair in Deutschland am 12. und am 28. September je einen Tag lang gemeinsam gestreikt. Für das Kabinenpersonal verlangt Verdi deutlich höhere Gehälter, die erstmals in einem Tarifvertrag festgeschrieben werden sollen.

Der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) wollen sich am Freitag am Frankfurter Flughafen mit einer Delegation von Ryanair-Beschäftigten treffen. Wie Verdi mitteilte, soll über „die unhaltbaren Arbeits- und Entgeltbedingungen beim Billigfluganbieter“ gesprochen werden und wie diese trotz fehlender Betriebsräte mithilfe der Politik verbessert werden können. (dpa)

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