Striktere Regeln

Japan geht gegen Alkoholmissbrauch in Luftfahrt vor

Für japanische Crews – hier der Flughafen Osaka-Kansai – gelten bislang höhere Grenzwerte in Sachen Blutalkoholspiegel.
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Für japanische Crews – hier der Flughafen Osaka-Kansai – gelten bislang höhere Grenzwerte in Sachen Blutalkoholspiegel.

Japans Luftfahrtbranche macht mit Alkoholexzessen von Flugpersonal Schlagzeilen. Verkehrsminister Keiichi Ishii sieht sich deswegen dazu gezwungen, striktere Regeln für die Branche anzukündigen.

Anlass dazu war die kürzliche Festnahme eines alkoholisierten Co-Piloten von Japan Airlines (JAL) durch die britische Polizei vor einem geplanten Flug von London nach Tokio. Der 42-jährige Japaner hatte nach Angaben japanischer Medien in der Nacht vor dem Flug zwei Flaschen Wein und fast zwei Liter Bier getrunken – was weit über dem in Großbritannien Erlaubten liegt.

Einen Alkoholtest der japanischen Fluggesellschaft bestand der Mann jedoch problemlos. Erst dem Fahrer eines Flughafen-Busses fiel der Alkoholgestank des Japaners auf, woraufhin er die Polizei alarmierte. Die Maschine hob deswegen verspätet und nur mit zwei statt der üblicherweise drei Piloten Richtung Tokio ab. Vor einem britischen Gericht gab der Pilot zu, mehr als dort erlaubt, getrunken zu haben.

Doch der Japaner ist kein Einzelfall. Es kommen immer wieder Fälle von Alkoholmissbrauch in Japans Luftfahrtbranche ans Tageslicht. So musste sich All Nippon Airways (ANA) dieser Tage für Verspätungen auf Japans Urlaubsinsel Okinawa entschuldigen, weil einem der Piloten nach einer durchzechten Nacht unwohl war. Ein JAL-Flugbegleiter wurde zudem dabei erwischt, wie er während eines Fluges ein Bier auf einer Kabinentoilette trank.

Man werde sich die Standards in anderen Ländern anschauen und striktere Regeln einführen, versprach Verkehrsminister Ishii. Es werde alles getan, um die Flugsicherheit zu gewährleisten, hieß es. (dpa)

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