Streckenausbau

LH-Chef Spohr sieht Afrika als Wachstumsmarkt

Lufthansa-CEO Carsten Spohr sieht für Afrika-Flüge große Wachstumschancen.
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Lufthansa-CEO Carsten Spohr sieht für Afrika-Flüge große Wachstumschancen.

Europas größter Luftfahrt-Konzern erwartet in Afrika ein besonders starkes Wachstum. Den Vorwurf, Lufthansa habe nach der Pleite von Air Berlin die Preise hochgetrieben, weist Lufthansa-CEO Carsten Spohr zurück.

Lufthansa-Chef Spohr betrachtet Afrika als starken Wachstumsmarkt für Deutschlands größte Fluggesellschaft. Die Verbindungen von und nach Afrika würden künftig „definitiv“ schneller wachsen als jene in andere Weltregionen, sagte Spohr am Donnerstag vor Journalisten in Kapstadt. Den Vorwurf, Lufthansa habe nach der Pleite von Air Berlin die Preise für Flüge unrechtmäßig erhöht und von einem Staatskredit für die insolvente Fluggesellschaft profitiert, bestritt Spohr.

Die Fluggesellschaften des Lufthansa-Konzerns, darunter auch Brussels Airlines, Swiss und der Billigflieger Eurowings, fliegen derzeit 35 Ziele in Afrika an, es gebe insgesamt 207 Hin- und Rückflüge pro Woche, so Spohr. Südafrika und Nigeria sind dabei die wichtigsten Märkte. Gerade Südafrika ist bei deutschen Urlaubern beliebt. Vor allem mit der Anfang 2017 abgeschlossenen Übernahme der belgischen Brussels Airlines, die etablierte Fernflüge von und nach Afrika mitbrachte, hat sich Lufthansa auf dem Markt gestärkt und so ein Passagierplus verbucht.

Spohr wies erneut Vorwürfe zurück, wonach Lufthansa nach der Pleite von Air Berlin die Flugpreise unmäßig erhöht habe. Wegen der Insolvenz hätten von heute auf morgen 90 der 140 Jets den Betrieb eingestellt, was Engpässe verursacht habe. Das habe zu „riesiger zusätzlicher Nachfrage“ bei Lufthansa geführt, sagte Spohr. Die letzten freien Plätze in Flugzeugen seien immer die teuersten. Er gehe aber davon aus, dass dies nur etwa fünf Prozent der Fluggäste betroffen habe. Lufthansa expandiere mit Eurowings rasch, aber nicht so schnell, um die Lücke von Air Berlin zu füllen. „So schnell können wir Eurowings nicht aufbauen“, sagte Spohr. (dpa)

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