Störungen des Luftverkehrs

FDP-Politiker fordert Drohnen-Abwehr für deutsche Airports

Drohnen mit einem Gewicht von mehr als einem halben Kilogramm können der zivilen Luftfahrt gefährlich werden.
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Drohnen mit einem Gewicht von mehr als einem halben Kilogramm können der zivilen Luftfahrt gefährlich werden.

An deutschen Flughäfen gab es im ersten Quartal des Jahres 17 Vorfälle mit Drohnen. Grund genug, eine bessere Abwehr der ferngesteuerten Luftfahrtzeuge anzuschieben.

Das geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine FDP-Anfrage hervor, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet. Demnach sind von Januar bis Ende März 17 Drohnen durch Piloten oder Fluglotsen gesichtet worden. Ende März sei es wegen einer Drohne in der Luft zu einer Unterbrechung des Flugbetriebs am Frankfurter Flughafen von etwa 30 Minuten gekommen.

Im vergangenen Jahr seien 125 solcher Fälle gemeldet worden, berichtet das RND nach Zahlen der Deutschen Flugsicherung. "Bis jetzt sind Flughäfen auf Drohnensichtungen durch Piloten oder Fluglotsen angewiesen. Das reicht nicht aus", sagte der FDP-Verkehrspolitiker Bernd Reuther dem RND. Die Bundesregierung müsse sich dringend mit der Drohnen-Abwehr an Flughäfen beschäftigen und das nötige Know-how der Polizei zur Verfügung stellen. "Ansonsten werden sich Unterbrechungen im Flugbetrieb häufen."

In Deutschland sind Drohnenflüge über sensiblen Geländen wie dem Start- und Landebereich an Flughäfen verboten – genauso auch unter anderem über Menschenmengen, Krankenhäusern, Gefängnissen, Behörden, Bundesstraßen oder Bahnanlagen.

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