Star Alliance Carrier

Baukonsortium soll Zuschlag für Asiana erhalten

Asiana Airlines setzt Airbus A-380 unter anderem auf der Route Frankfurt–Seoul ein.
AIRBUS
Asiana Airlines setzt Airbus A-380 unter anderem auf der Route Frankfurt–Seoul ein.

Ein Konsortium um die südkoreanische Baufirma Hyundai Development ist als bevorzugter Bieter zur Übernahme der zweitgrößten Fluggesellschaft des Landes auserkoren.

Das teilt Kumho Industrial mit, der mit 31 Prozent größte Anteilseigner beim Star-Alliance-Mitglied. Der Mutterkonzern Kumho Asiana Group hatte sich im Frühjahr wegen Finanzproblemen dazu bereit erklärt, die Anteile an seiner wichtigsten, aber hoch verschuldeten Tochter Asiana Airlines zu veräußern. Die Übernahme-Verhandlungen sollen demnach noch vor Jahresende abgeschlossen werden.

Die Analyse der eingereichten Gebote habe ergeben, dass das Konsortium um Hyundai Development (HDC) und den Börsenmakler Mirae Asset Daewoo, "der am besten qualifizierte Kandidat ist, um Asiana wieder zu normalisieren und die mittel- bis langfristige Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen", heißt es. Die Einnahmen durch den Verkauf würden für den Schuldenabbau sowie für Investitionen in neue Geschäftsfelder genutzt. "Wir trennen uns von unserem gesamten Anteil", sagte ein Sprecher von Kumho Industrial.

Südkoreanische Medien berichteten, das HDC-Konsortium habe 2,5 Billionen Won (umgerechnet knapp 2 Mrd. Euro) für die Anteile und die Managementrechte an Asiana sowie neu herauszugebende Aktien geboten. An dem Bieterverfahren hatten zwei weitere Konsortien teilgenommen, einschließlich eines Bündnisses um den einheimischen Aekyung-Konzern.

Die Übernahme von Asiana werde ein Schritt voran sein, um eine Gruppe im Bereich der Mobilität zu werden, zitierte die Zeitung "The Korea Herald" den Vorsitzenden der HDC-Gruppe, Chung Mong Gyu.
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