Skandinavien

Piloten-Streik kostet SAS Millionen

Der Piloten-Streik vor einigen Wochen hat SAS Millionen gekostet. Das gab die Airline bei der Vorstellung ihrer Quartalszahlen bekannt.

Der Streik ihrer skandinavischen Piloten hat die SAS umgerechnet mehr als 60 Mio. Euro gekostet. Der Verlust aufgrund des Piloten-Streiks werde auf 650 Mio. schwedische Kronen (60,9 Mio. Euro) vor Steuern geschätzt, teilte die skandinavische Airline bei der Vorstellung ihrer Quartalszahlen mit. Im Zeitraum vom 26. April bis zum 2. Mai seien wegen des Streiks rund 4000 Flüge ausgefallen, von denen rund zwei Drittel noch ins von Februar bis April laufende Quartal zählten.

Der Gesamtverlust von SAS vor Steuern betrug in diesen drei Monaten 1,2 Mrd. Kronen (114 Mio. Euro) und damit mehr als doppelt so viel wie das Minus von 488 Mio. Kronen (46 Mio. Euro) im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Neben dem Streik hätten das Ergebnis auch gestiegene Treibstoffpreise und eine weiterhin schwache schwedische Krone belastet, erklärte SAS-Chef Rickard Gustafson.

Der Piloten-Streik bei der SAS hatte sieben Tage lang große Teile des Flugverkehrs in Skandinavien lahmgelegt. Den Piloten ging es dabei um mehr Gehalt und eine bessere Planbarkeit ihrer Arbeitszeiten. Von den Flugausfällen waren etwa 370.000 Passagiere betroffen, darunter auch auf mehreren Verbindungen nach Deutschland. Beendet wurde der Streik schließlich mit einer auf drei Jahre angelegten Tarifvereinbarung.

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