Ryanair zu Air-Berlin-Pleite

Kartellbeschwerde gegen Übernahme

Ryanair-Sprecher Robin Kiely kritisiert Regierung scharf.
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Ryanair-Sprecher Robin Kiely kritisiert Regierung scharf.

Der irische Billigflieger Ryanair kritisiert die Rettungsmaßnahmen für die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin scharf. Sprecher Robin Kiely sieht eminente Verstöße gegen Wettbewerbsregeln. Die Kartellbehörden sollen einschreiten.

Der Insolvenz-Antrag sei „ganz eindeutig“ mit dem Ziel arrangiert worden, dass Lufthansa die Air Berlin übernehmen könne, erklärte Ryanair-Sprecher Robin Kiely. Dies werde gegen alle deutschen und EU-Wettbewerbsregeln verstoßen, zumal die deutsche Regierung den von Lufthansa initiierten Deal mit staatlichen Beihilfen in Höhe von 150 Mio. Euro unterstütze. Die Zeche zahle der Verbraucher: „Deutsche Reisende sowie Deutschland-Besucher werden höhere Ticketpreise erdulden und für dieses Lufthansa-Monopol bezahlen müssen.“

Der irische Billigflieger Ryanair hat nach eigenen Angaben Kartellbeschwerde gegen eine mögliche Übernahme der Air Berlin durch Lufthansa eingereicht. Ryanair habe beim Bundeskartellamt und bei der EU-Wettbewerbskommission Beschwerde eingelegt – wegen des „offensichtlichen Komplotts“ zwischen der deutschen Regierung, Lufthansa und Air Berlin, teilte das Unternehmen mit.

„Diese künstlich erzeugte Insolvenz ist offensichtlich aufgesetzt worden, damit Lufthansa eine schuldenfreie Air Berlin übernehmen kann und dies widerspricht sämtlichen Wettbewerbsregeln von Deutschland und der EU“, teilte der Billigflieger auf seiner Homepage mit. Auch die Bestimmungen zu staatlichen Beihilfen würden ignoriert. (dpa)


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