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Brexit könnte Flugverkehr zeitweise lahmlegen

Ryanair könnte künftig auch ganz auf Inlandsflüge in Großbritannien verzichten, so Finanzchef Neil Sorahan.
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Ryanair könnte künftig auch ganz auf Inlandsflüge in Großbritannien verzichten, so Finanzchef Neil Sorahan.

Der Brexit könnte für den Luftverkehr zwischen Großbritannien und der EU drastische Folgen haben, warnt Ryanair-Finanzchef Neil Sorahan. Auch auf die Inlandsflüge des Billigfliegers hat der EU-Austritt womöglich Konsequenzen.

Ryanair warnt vor drastischen Brexit-Folgen für den Luftverkehr. Zeitweise könnten Flugverbindungen zwischen Großbritannien und der restlichen EU komplett eingestellt werden, kündigte Ryanair-Finanzchef Neil Sorahan bei einer Pressekonferenz in London an. „Wir müssen uns auf ein Szenario einstellen, in dem man heute zwischen Großbritannien und der EU hin- und herfliegen kann und morgen nicht mehr.“

Der Billigflieger geht davon aus, dass sich die Europäische Union und Großbritannien während der zweijährigen Austrittsgespräche auf ein neues Abkommen zum Flugverkehr einigen. Da aber anschließend die Zustimmung etlicher nationaler Parlamente notwendig sei, könnte eine Lücke entstehen. „Ob das für ein paar Tage ist, ein paar Wochen oder Monate weiß derzeit niemand“, sagte Sorahan.

Die Fluggesellschaften drängen darauf, schnell Klarheit über ein neues Abkommen für den Flugverkehr zwischen der EU und Großbritannien zu schaffen. Die Branche plant immer schon ein Jahr im Voraus.

Für innerbritische Flüge müsste Ryanair, das seinen Sitz in Dublin hat, künftig eine Lizenz beantragen. Sorahan schloss nicht aus, dass die Fluggesellschaft stattdessen auch ganz auf Inlandsflüge in Großbritannien verzichten könnte. „Das macht weniger als zwei Prozent unserer Kapazitäten aus“, sagte Sorahan. (dpa)

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