Regionalzüge

Bahn testet Platzreservierung

Einen festen Sitzplatz im Regionalzug. Welcher Berufspendler würde sich das nicht wünschen?
Deutsche Bahn AG
Einen festen Sitzplatz im Regionalzug. Welcher Berufspendler würde sich das nicht wünschen?

Pilotversuch im Regionalverkehr: Vom 1. Januar an können Fahrgäste eines Regionalzuges zwischen Cottbus und Leipzig einen Sitzplatz reservieren. Pendler können gleich ein ganzes Jahr durchbuchen.

Auf der Strecke Cottbus–Leipzig können Fahrgäste im Regionalzug (RE 10) vom 1. Januar 2017 an für einen Euro einen festen Platz buchen, kündigte der Marketing-Chef der Bahntochter DB Regio Nordost, Renado Kropp, in Berlin an.

Pendler erhalten zum Preis von 40 Euro für das ganze Jahr eine Platzreservierung. Der Pilotversuch läuft zunächst bis Dezember des kommenden Jahres. Bereits seit dem Sommer probiert die Bahn auf Regionalstrecken in Rheinland-Pfalz und im Saarland entsprechende Angebote aus. In den vergangenen Wochen kamen Linien in Sachsen-Anhalt und Thüringen hinzu, wie eine Bahnsprecherin sagte. Auf ausgewählten Strecken in Bayern können bereits seit einigen Jahren Sitzplätze reserviert werden. Im Fernverkehr mit ICE und Intercity können Platzkarten für jeden Zug gebucht werden.

„Wir wollen vor allem für die Pendler, unsere kostbare und treue Kundschaft, die tägliche Fahrt angenehmer gestalten“, sagte die Bahnsprecherin. Voraussetzung sei allerdings, dass der Aufgabenträger, meist ein Bundesland oder ein Verkehrsverbund, mitmachten. Es gehe jeweils um einen kleinen Teil aller Sitzplätze, die in einem ausgewählten Bereich nummeriert werden. Anders als im Fernzug wird die Reservierung im Regionalzug nicht am Platz angezeigt. Der Fahrgast muss sie im Zweifel als Ausdruck oder auf dem Handy vorzeigen. (dpa)

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