Trotz Finanznot

Adria Airways bekommt kein Geld vom Staat

Sloweniens Fluggesellschaft hat wie berichtet vorübergehend den Flugbetrieb ausgesetzt – Grund sind Geldnöte. Premierminister Marjan Sarac kündigte an, die Airline nicht retten zu wollen.

Das sagte der slowenische Regierungschef gegenüber Austrian Aviation Net. Seiner Ansicht nach ist der Münchner Eigentümer der Fluggesellschaft – der Fonds 4K – für die finanzielle Misere verantwortlich. Bereits im Mai habe er um einen Kredit der Regierung in Ljubljana gebeten, dieser sei jedoch nicht gewährt worden, da Adria Airways kein schlüssiges Konzept habe vorlegen können.

Nur wenn klar sei, wie sich das Unternehmen künftig positioniere, könne über Finanzhilfen nachgedacht werden. Zudem müsse 4K die Airline verkaufen.

Auch am heutigen Mittwoch ruht der Flugbetrieb der von Holger Kowarsch geführten Airline. Betroffen sind unter anderem Strecken von Frankfurt und München nach Ljubljana, Tirana und Pristina. Auch zwei der sechs Flüge von Saarbrücken nach Berlin fallen aus, da Adria Airways dort für ihren Partner Luxair unterwegs ist. Austrian Airlines streicht aus demselben Grund die Verbindungen von Wien nach Warschau, Lyon und Bologna. Als einziger Flug findet heute Ljubljana–Frankfurt statt.

Indes soll ein weiterer Leasing-Geber zwei Maschinen von Adria Airways abgezogen haben. Zuvor musste das Unternehmen bereits zwei andere Flugzeuge wieder abgeben.

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