Reform

Französische Bahngewerkschaft will weiter streiken

Stillstand bei der französischen Bahn – die Gewerkschaft will weiter streiken.
SNCF
Stillstand bei der französischen Bahn – die Gewerkschaft will weiter streiken.

Die Bahnreform in Frankreich ist beschlossen. Die Gewerkschaft will aber dennoch weiter streiken – für Juli sind neue Proteste mit Arbeitsniederlegungen angekündigt.

Trotz der Verabschiedung der umstrittenen Bahnreform in Frankreich will eine wichtige Gewerkschaft die Eisenbahner-Streiks verlängern. „Wir werden im Juli weitermachen“, sagte der Generalsekretär der Gewerkschaft CGT Cheminots, Laurent Brun, dem Sender Franceinfo. Die regelmäßigen Streiks waren bislang nur bis Ende Juni angesetzt. Seit Anfang April hatten französische Eisenbahner bereits an 30 Tagen die Arbeit niedergelegt, um gegen den Umbau der Staatsbahn SNCF zu protestieren, zahlreiche Züge fielen aus. Für die kommenden zwei Wochen waren bereits sechs weitere Streiktage angekündigt.

Am Donnerstag hatte das französische Parlament die Bahnreform endgültig beschlossen. Brun will aber weiter dagegen protestieren. Zudem will die Gewerkschaft Druck auf Verhandlungen über eine Branchenvereinbarung machen, in der es um die Arbeitsbedingungen der Eisenbahner geht. Unklar ist noch, wie und in welchem Umfang die Streiks weitergehen könnten, und ob die anderen Gewerkschaften mitziehen.

Die Reform galt als Kraftprobe für Präsident Emmanuel Macron. Die Regierung will damit die hoch verschuldete SNCF sanieren. Der Personenverkehr auf der Schiene wird zudem, wie auf EU-Ebene vereinbart, schrittweise für den Wettbewerb geöffnet. (dpa)

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