Reaktion auf Streik-Androhung

Ryanair will nicht verhandeln

Ryanair zeigt sich nach den Streik-Androhungen der Piloten nicht verhandlungsbereit. Die Gewerkschaft VC betreibe lediglich Öffentlichkeitsarbeit, heißt es von der Airline.

Der irische Billigflieger Ryanair lehnt Verhandlungen mit der Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) trotz Streik-Sndrohung kategorisch ab. Das ließ Ryanair am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur wissen. VC hatte zuvor mitgeteilt, bei Ryanair sei mit Streikmaßnahmen zu rechnen, um marktgerechte Arbeits- und Vergütungsbedingungen zu erzwingen.

„Ryanair hat keine Mitteilung über Arbeitskampfmaßnahmen deutscher Piloten erhalten“, hieß es in einem Statement der Billig-Airline. Man gehe daher davon aus, dass es sich um reine Öffentlichkeitsarbeit der Piloten-Vereinigung handle. Wenn es zu Streiks kommen sollte, werde man sich damit „frontal“ auseinandersetzen. In keinem Fall aber werde man mit VC verhandeln oder die Gewerkschaft anerkennen.

Auch von drohenden Arbeitskampfmaßnahmen irischer Piloten in Dublin wollte Ryanair nichts wissen. Weniger als 28 Prozent der Piloten hätten sich bei einer Abstimmung am Montag dafür ausgesprochen. Auch das sei wohl nur eine PR-Aktion der irischen Gewerkschaft Ialpa (Irish Air Line Pilots’ Association), so Ryanair.

Ein Ialpa-Sprecher teilte mit, 79 von 84 in Dublin stationierten und direkt bei Ryanair angestellten Piloten hätten sich für den Arbeitskampf ausgesprochen. Über Konsequenzen werde man noch am Dienstag beraten. Insgesamt hat die Airline nach eigenen Angaben 300 Piloten am Standort Dublin, viele davon sind aber Medienberichten zufolge nicht direkt bei Ryanair beschäftigt und hatten daher kein Stimmrecht. (dpa)

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